Lockstedt/Hohenhenningen/Siedentramm (sr). Die Fraktion der CDU im Klötzer Stadtrat stattete am Montagabend der ehemaligen Gemeinde Neuendorf einen Besuch ab. Bei der Rundfahrt zu den Dorfgemeinschafts- und Feuerwehrhäusern sowie dem anschließenden Gespräch in Lockstedt war auch Bürgermeister Matthias Mann dabei. An seine Adresse war auch der große Wunsch des Ortschaftsrates gerichtet, der einen eigenen Gemeindearbeiter für die Ortsteile Lockstedt, Neuendorf, Siedentramm und Hohenhenningen forderte.

"Lockstedt ist in ein Loch gefallen nach dem Tod des bisherigen Gemeindearbeiters", berichtete Wilhelm Benecke. Und nach der Bildung der Einheitsgemeinde habe es keinen Nachfolger gegeben. "Für unsere vier Orte muss ein Gemeindearbeiter her", machte Benecke deutlich. "Von Klötze einen für einzelne Arbeiten zu schicken, reicht nicht aus."

Matthias Mann sieht dafür derzeit keine Möglichkeit. "Wir müssen uns von bekannten Standards verabschieden und nach unten bewegen", sagte der Bürgermeister. Stattdessen werde ein Grundstandard gesichert, die Mitarbeiter arbeiten in einem Pool und gewerkeübergreifend.

Damit wollte sich Hermann Wegner nicht abfinden. "Dass bei der Werterhaltung in den Orten so drastisch eingegriffen wird, kann ich nicht akzeptieren", stellte er klar. Uwe Harms wollte schlichten und verwies auf rund eine Million Euro, die pro Jahr in der Stadtkasse fehlen würden. Sparen sei deshalb angesagt. Harms: "Es darf keine Tabus geben."

Das wollte Harald Trittel nicht gelten lassen. "So dreckig wie im letzten Halbjahr war Lockstedt noch nie. Man muss sich ja schämen."

Hermann Wegner pochte darauf, der Bürgermeister habe in einem Gespräch einen eigenen Gemeindearbeiter bereits zugesagt. Das bestritt nicht nur Matthias Mann selbst, sondern auch Ortsbürgermeisterin Domenica Borm erinnerte sich daran, dass es zu einer hundertprozentigen Zusage, einen eigenen Gemeindearbeiter in den vier Ortsteilen einzusetzen, nie gekommen sei. Doch auch sie sagte: "Es wäre besser, einen Gemeindearbeiter vor Ort zu haben." Das System müsse optimiert werden. Die Einwohner hätten den Eindruck, jetzt passiere gar nichts mehr. "Ein Gemeindearbeiter muss regelmäßig in den Orten sein."