Oebisfelde (gri). "Wir haben noch zwei Stellen für ein freiwilliges ökologisches Jahr (FÖJ) zu besetzen", sagte Sabine Wieter auf Anfrage der Volksstimme. Wer zwischen 16 und 27 Jahre alt ist und etwas für die Natur und Umwelt tun möchte, sich im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung einbringen möchte und sich für eine Berufswahl orientieren will, kann ein FÖJ absolvieren.

Das FÖJ dauert in Sachsen-Anhalt jeweils vom 1. September eines Jahres bis einschließlich 31. August des Folgejahres. Bewerbungen können an die Stiftung Umwelt-, Natur- und Klimaschutz des Landes Sachsen-Anhalt, Steubenallee 2, 39104 Magdeburg, gerichtet werden. Danach ist ein Termin zum Vorstellungsgespräch im Naturpark zu vereinbaren.

"Wir haben im Moment auch keinen Zivi, das ist eine ziemliche Katastrophe. Ich kann auch noch nicht genau sagen, wie sich das mit Blick auf die Gesetzesänderung bei uns auswirken wird", erklärte Sabine Wieter. Junge Männer, die anstatt Bundeswehr ihren Zivildienst leisten möchten, können dies im Naturpark tun. Vier Zivildienstplätze stehen in der Regel zur Verfügung.

Zu den Aufgaben der Zivildienstleistenden gehören die Erfassung der Grundwasserstände, die Besucherbetreuung, die Mithilfe bei der Durchführung von Projekt- und Drömlingserkundungstagen von Schulklassen sowie Landschaftspflegearbeiten. Pflege- und Unterhaltungsarbeiten auf dem Gelände des Informationshauses, Ausbesserung der Wege, Holzungs- und Pflanzungsarbeiten sowie Arbeiten im Kräutergarten sind ein weiteres Aufgabenspektrum. Wer interessiert ist, kann auch dazu einen Termin für ein Vorstellungsgespräch vereinbaren.

Auch Schülerpraktikanten oder Praktikanten im Rahmen eines Studiums, die ihre Kenntnisse erweitern oder sich für die Berufswahl orientieren möchten, sind im Naturpark Drömling gern gesehen. "Die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten können wir den Bewerbern gern vorstellen", betonte Wieter.

Freiwillige in Parks sind im Drömling ebenfalls zu einer festen Größe geworden. Neue Mitglieder sind in deren Reihen gerne gesehen. Etwas Sinnvolles tun, neue Menschen kennenlernen, Spaß haben, Wissen und Fähigkeiten erweitern sind die Beweggründe für viele Menschen, sich für Umwelt und Natur zu engagieren. In Teamarbeit mit hauptamtlichen Schutzgebietsbetreuerinnen und -betreuern und dem gemeinsamen Ziel, wertvolle Ökosysteme, Pflanzen und Tiere zu erhalten, sind die Freiwilligen im Einsatz.

Im Freiwilligenprogramm der Schutzgebiete sind ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unabhängig von Alter und Qualifikation und je nach ihrem individuellen Zeitbudget herzlich willkommen – eine gute Gelegenheit für Natur-Interessenten, die nationalen Naturlandschaften aktiv zu erleben.

"Bei Kartierungsarbeiten in den Bereichen Wiesenbrüter, Weißstorch, Greifvögel, Schleiereulen, Fischotter und Biber und vielen anderen Arten sowie der Betreuung von Krötenzäunen wird die Hilfe Freiwilliger immer gebraucht", erklärte Wieter.