In allen sieben Gemeinden der Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf, die zum Wahlkreis Gardelegen-Klötze gehören, konnte sich bei der Landtagswahl am Sonntag CDU-Kandidat Uwe Harms im Kampf um das Direktmandat durchsetzen. Sein Parteikollege Jürgen Stadelmann lag zudem in der Gemeinde Kuhfelde vorn. Die Wahlbeteiligung lag überall höher als noch 2006.

Beetzendorf. Die Sorgen waren groß, dass bei der Landtagswahl am Sonntag die Beteiligung ähnlich niedrig ausfallen würde wie 2006. Zumal auch diesmal der Urnengang in den Dörfern der Verbandsgemeinde (VG) Beetzendorf-Diesdorf äußerst schleppend anlief. Doch am Nachmittag schnellten die Zahlen noch einmal in die Höhe, so dass am Ende alle acht Mitgliedsgemeinden ein deutliches Beteiligungsplus verzeichnen konnten.

Am wahlfreudigsten waren die Einwohner der Gemeinde Wallstawe. 56,8 Prozent Wahlbeteiligung bedeuten nicht nur den VG-weiten Spitzenwert, sondern mit 11 Prozent auch die höchste Steigerungsrate gegenüber 2006. Jübar und Kuhfelde (je 54,5 Prozent), Rohrberg (54,1 Prozent), Apenburg-Winterfeld (53,3 Prozent) und Dähre (52,5 Prozent) folgen auf den Plätzen. Die rote Laterne hat Beetzendorf (49,8 Prozent) vor allem dank der eingemeindeten Dörfer an Diesdorf abgegeben, wo nur 49,7 Prozent der Wahlberechtigten (aber immerhin auch neun Prozent mehr als 2006) ihre Stimme abgaben.

Bei den Direktkandidaten lag trotz herber Verluste überall der CDU-Bewerber vorn. Der Klötzer Uwe Harms konnte in den Gemeinden Dähre und Jübar mit 34,7 Prozent seine besten Resultate erzielen. Den geringsten Wert erreichte er in Diesdorf mit 31,1 Prozent. In der Gemeinde Kuhfelde, die als einzige zum Wahlkreis Salzwedel gehörte, holte Jürgen Stadelmann für die CDU mit 29,8 Prozent das beste Ergebnis.

SPD-Kandidat Jürgen Barth landete außer in Rohrberg und Beetzendorf überall vor der Linken-Bewerberin Gudrun Gerecke. Sein bestes Ergebnis erzielte der Lockstedter mit 29,4 Prozent in Jübar, sein schlechtestes mit 21,7 Prozent in Beetzendorf und Dähre. Gereckes Hochburg war Beetzendorf mit 27,5 Prozent, während sie in Wallstawe gerade auf 18,7 Prozent kam.

Auf dem vierten Platz landete überall Grünen-Kandidatin Alice Krins. Während sich in Diesdorf nur 7,3 Prozent für die Apenburgerin begeistern konnten, waren es in Beetzendorf sogar 10,7 Prozent. FDP-Bewerber Norman Gadiel erreichte mit 7,1 Prozent in Dähre seinen besten Wert, in Beetzendorf gelangen ihm nur 2,6 Prozent. Bis auf Dähre und Diesdorf wurde der Gardelegener in allen Gemeinden vom NPD-Kandidaten Rainer Joachim Garz überflügelt. Dieser schaffte in Wallstawe 6,1 Prozent, in Beetzendorf dagegen nur 3,1 Prozent.

Bei den Zweitstimmen siegte trotz starker Verluste überall die CDU, die in Beetzendorf mit 31,8 Prozent ihr bestes und in Kuhfelde mit 28,2 Prozent ihr schlechtestes Ergebnis erzielte. Hochburg der Linken ist Rohrberg mit 25,7 Prozent, in Jübar kamen die SED-Nachfolger nur auf 17,8 Prozent. In Wallstawe, Diesdorf, Jübar (Spitzenwert 29,9 Prozent) und Dähre überflügelte die SPD die Linke, während die Genossen in Kuhfelde nur auf 19 Prozent kamen.

Grüne legen überall zu

Die Grünen legten überall kräftig zu, am stärksten in Kuhfelde mit 13 Prozent (plus 8,7 Prozent). Ihr niedrigster Wert lag in Diesdorf bei 7,9 Prozent. Für die FDP gab es vor allem in Beetzendorf (2,3 Prozent) nichts zu holen, während mit 10,8 Prozent in Dähre das beste Ergebnis und zusammen mit Wallstawe die einzige Steigerung gegenüber 2006 gelang. Den höchsten NPD-Stimmenanteil wies Rohrberg mit 6,5 Prozent auf. Hier wie auch in Jübar, Beetzendorf (dort schlechtester Wert mit 3,1 Prozent) und Apenburg-Winterfeld überflügelten die Rechtsextremen die FDP.

Die sonstigen Parteien spielten kaum eine Rolle. Lediglich den Freien Wählern (Spitzenwert 2,7 Prozent in Kuhfelde), der Tierschutzpartei (1,7 Prozent in Beetzendorf) und den Piraten (1,3 Prozent in Jübar) gelang der Sprung über die Ein-Prozent-Marke.

 

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