Persönlich, so war die Devise der Mitglieder der BUND-Ortsgruppe, sollten alle Einwendungen gegen den geplanten Bau der Schweinemastanlage in Kunrau im Landesverwaltungsamt in Halle abgegeben werden. Am Freitagvormittag wurde dieses Vorhaben in die Tat umgesetzt.

Kunrau/Halle. Wolfgang Lenz, Friedhelm Licht, Roland Predehl und Günter Zogbaum sind am Freitagmorgen nach Halle ins Landesverwaltungsamt gefahren, um 244 Einwendungen von Bürgern gegen den geplanten Bau der Schweinemastanlage persönlich abzugeben. Vor dem Amt wurden sie von Oliver Wendenkampf, Landesgeschäftsführer des BUND, erwartet, der die vier Gruppenvertreter begleitete. Gerd Zender, Abteilungsleiter Landwirtschaft und Umwelt im Landesverwaltungsamt, begrüßte nicht nur die Abordnung, sondern nahm auch die Einwendungen, die in vergangenen Tagen und Wochen formuliert, geschrieben und beraten wurden, entgegen. Wie Günter Zogbaum berichtet, habe der Abteilungsleiter ausdrücklich begrüßt, "dass, wenn sich eine große Anzahl von Bürgern zu dem Vorhaben äußert, auch eine sachgerechte Entscheidungsfindung erst möglich ist". Während des Gesprächs war Gelegenheit, Gerd Zender unter anderem über die thematischen Schwerpunkte der Einwendungen zu informieren.

Alle Einwendungen, die am Freitag das Amt erreichten, sind fristgerecht eingegangen. "Eine wichtige Etappe haben wir nun bewältigt und wir können uns nun in Ruhe auf den geplanten Erörterungstermin vorbereiten, der im Juni stattfinden wird. Dieser Termin wird voraussichtlich drei Tage dauern", wie Günter Zogbaum aus dem Gespräch am Freitag mit Gerd Zender im Hallenser Amt erfahren hat. Jetzt, wo ein wichtiges Etappenziel erreicht ist, sei es an der Zeit, sich bei allen Unterstützern, die sich an der Unterschriftenaktion, durch eine Beteiligung an der Spendenaktion zur Finanzierung des juristischen Beistandes oder durch eigene Einwendungen in das Bemühen, den Bau der Mastanlage verhindern zu wollen, beteiligt zu haben, zu bedanken, so die BUND-Ortsgruppe Kunrau. Ein ganz besonderer Dank der Gruppe geht indes an Angela Franke aus Rappin und Gudrun Lenz aus Kunrau. Diese beiden Frauen, so Günter Zogbaum, haben durch "ihre unermüdliche Arbeit den Stein ins Rollen gebracht, eine Protestinitiative gegen Mastanlagenbau zu gründen, die heute so großen Rückhalt in der Bevölkerung unserer Dörfer findet".