Positiver als im vergangenen Jahr ist die Strecke der Immekather Jagdgenossenschaft gewesen. Hermann Kampe, scheidender Hauptpächter, stellte während der Jahreshauptversammlung der Genossenschaft (wir berichteten) die Strecke im Detail vor.

Immekath. 27 Böcke sind im vergangenen Jagdjahr von den Immekather Jägern gestreckt worden. "Damit haben wir unseren Plan von 35 Böcken allerdings nicht ganz geschafft", wie Hermann Kampe erklärte. Auch sei die Qualität der Böcke nicht so gut wie in den Jahren zuvor gewesen, wie sich die Mitglieder der Jagdgenossenschaft selbst bei der Trophäenschau später einen Überblick verschaffen konnten. Dass die Qualität der Böcke nicht so gut gewesen ist, führt Hermann Kampe auf den langen Winter zurück, der auch auf das Wild in den Wäldern rings um Immekath einen massiven Einfluss hatte.

Auch den Plan beim weiblichen Rehwild haben die Immekather Jäger im vergangenen Jagdjahr nicht ganz geschafft: Während 35 weibliche Stücken Rehwild erlegt werden sollten, kamen nur 30 Stück weibliches Rehwild zusammen, von denen auch noch zehn bei Unfällen im Straßenverkehr ihr Leben lassen mussten.

Genossenschaft jetzt 20 Jahre alt

Gerade die Unfälle zwischen Wild und Fahrzeugen sei in der Gemarkung Immekath mit den vielen Straßen und dem regen, zum Teil auch massiven Lkw-Verkehr, ein Problem: "23 Prozent unserer gesamten Strecke ist bei Straßenunfällen zusammengekommen", bilanzierte der Jäger.

"Recht ordentlich" ist hingegen die Strecke beim Schwarzwild ausgefallen: 24 Stück Schwarzwild wurden erlegt (zehn Frischlinge und 14 Überläufer). Bemerkenswert bei der Schwarzwild-Strecke sei die Tatsache, dass alle Tiere bei Einzeljagden erlegt wurden.

Neben zwei Damwildhirschen, einem Stück Rotwild wurden auch 22 Füchse, zwei Dachse, acht Marder, ein Iltis, vier Marderhunde, fünf Krähen, eine Elster, eine Ente und drei Tauben erlegt und gab es drei Unfallhasen.

"Wir Jäger sind mit dem Ergebnis des Jagdjahres, auch wenn es einige Abstriche gab, zufrieden", stellte Hermann Kampe fest.

Während der Jahreshauptversammlung der Jagdgenossenschaft fassten deren Mitglieder auch den Beschluss, dass der Gemischte Chor Immekath, der in diesem Jahr am 19. Juni sein 20-jähriges Bestehen feiern wird, sich über einen Zuschuss von der Jagdgenossenschaft in Höhe von 500 Euro freuen kann. Für die Feierlichkeiten zum 90-jährigen Bestehen des SV Eintracht Immekath in diesem Jahr sollen deren Mitglieder auch einen 500-Euro-Zuschuss von der Jagdgenossenschaft erhalten. Für die Kindertagesstätte "Die lustigen Bienchen" wurde ein Zuschuss unter Vorbehalt von 300 Euro beschlossen.

Während der bisherige Vorstand der Genossenschaft nach dem Rechenschaftsbericht von Revisor Helmut Langer entlastet wurde und mit Dirk Köneke ein neuer Genossenschafts-Vorsitzender gewählt wurde, erhielten Helmut Langer und Berndt Wille als Revisionskommission der Jagdgenossenschaft erneut das Vertrauen der Mitglieder.

Heinz Wapenhans, der bis zum Abend der Jahreshauptversammlung der Genossenschaft als Vorsitzender vorgestanden hat, erinnerte in seinem Bericht daran, dass auch die Immekather Jagdgenossenschaft in diesem Jahr ihr 20-jähriges Jubiläum feiert.

Am 27. März 1991 wurde die Genossenschaft mit seinerzeit 17 Jägern gegründet. Heute gehören der Genossenschaft 24 Jäger an, die ein Durchschnittsalter von 47 Jahren haben. Während der jüngste Jäger unter 20 Jahre alt ist, geht ein Mitglied der Genossenschaft auch mit mehr als 80 Lenzen auch immer noch zur Jagd. Der erste Jagdpachtvertrag der Genossenschaft ist übrigens am 1. April 1991 abgeschlossen worden, erinnerte Heinz Wapenhans.