Auf dem Sportplatz am Gehege trafen sich am Mittwoch die Mitglieder des Kultur-, Sport- und Schulausschusses, um das Gelände zu besichtigen. Dort tauchten einige Fragen im Zusammenhang mit der Gleichbehandlung der Ortsteile der Stadt auf.

Oebisfelde-Weferlingen. Die verschiedenen Spielfelder, die Beachvolleyballanlage und den Tennisplatz sowie das Vereinsgebäude mit den Umkleideräumen, Toiletten und Schiedsrichterräumen besichtigten die Ausschussmitglieder. "Wer unterhält die Flächen, der Verein oder die Stadt?", fragte Ausschussmitglied Kerstin Dörfel angesichts der großen Flächen, die in gutem Zustand sind, nach. "Das wird von der Stadt erledigt, weil hier auf den Plätzen auch der Schulsport stattfindet", erklärte Hauptamtsleiterin Regina Sobeck. "Das finde ich nicht in Ordnung. In anderen Ortsteilen übernehmen die Vereine komplett die Bewirtschaftung und Pflege, dort ist teilweise auch Schulsport. Ich weiß nicht, wie ich denen gegenüber argumentieren soll, wenn das hier die Stadt macht. Es muss doch gleiches Recht für alle gelten", lautete Dörfels Antwort.

Eine weitere Frage war die zum Zuschuss für die Tennissparte des Oebisfelder Sportvereins in Höhe von 3 800 Euro. Dafür soll Ziegelmehl gekauft und auch eingebracht werden. "Das machen die Tennisleute sonst immer in Eigenarbeit. Aber alle paar Jahre muss das grundhaft gemacht werden, deshalb wird es diesmal teurer", begründete Sobeck die Summe. Darin enthalten seien auch die Unterhaltung der Beregnungsanlage mit Pumpe, Linienabdeckungen, Eckelemente und Schleppnetze.

Die Summe von 3 800 Euro ist im Haushalt eingeplant und von den Stadträten so beschlossen worden. Die Ausschussmitglieder sprachen sich am Mittwoch trotzdem dafür aus, die Summe so lange nicht an die Tennissparte auszuzahlen, bis fehlende Zahlen, die die Tennisspieler noch einreichen sollen, vorliegen. "Solange die nicht vorliegen, können wir nicht entscheiden", hatte der Ausschussvorsitzende Hans-Werner Kraul betont. Zur nächsten Sitzung sollen die Zahlen vorliegen, gern sind auch Mitglieder der Tennissparte in der Ausschusssitzung gesehen. Dann könne man an einem Tisch verhandeln und sich dabei in die Augen sehen, so Kraul.

Die Bewirtschaftung des Sportplatzes möchte Kerstin Dörfel im Zusammenhang mit bevorstehenden Satzungsänderungen noch einmal behandelt wissen. Da der Tennisverein inzwischen als Sparte Mitglied im Sportverein Oebisfelde ist und die Fußballer vor wenigen Wochen einen eigenen Verein gegründet haben, stünden auch diese Satzungen noch in diesem Jahr zur Diskussion. "Wenn die Satzungen ohnehin auf den Tisch kommen, können ja auch Punkte wie Bewirtschaftung diskutiert werden", schlug Dörfel vor.