In Wassensdorf brennt es. Allerdings kein Wohnhaus, Stall oder Scheune, sondern den Mitgliedern der Feuerwehr unter den Nägeln. Der Grund: Der TÜV ihres alten Einsatzfahrzeuges läuft zum 30. Juni dieses Jahres ab. Wie zu erfahren war, soll die Zulassung nicht verlängert werden. Ein neues Fahrzeug ist jedoch nicht in Sicht.

Wassensdorf. Ein nagelneues Fahrzeug soll es für die Brandbekämpfer allerdings nicht geben. Das wissen die Frauen, Männer, Kinder und Jugendlichen um Wehrleiter Frank Hintersdorf seit langem und haben es akzeptiert. Aber mit einer Bedingung. Der Gebrauchte muss mit einem Wassertank ausgestattet sein. Die Entscheidungsträger von Rat und Verwaltung akzeptierten ebenfalls und haben 25 000 Euro für das Wassensdorfer Fahrzeug im diesjährigen Haushalt verankert. Durchgezogen werden soll der Kauf zum Beispiel über das Internet. Auf einschlägigen Seiten im Netz werden gebrauchte Wehrfahrzeuge jeglicher Art angeboten. "Trotz unserer regelmäßigen Abfragen haben wir noch kein geeignetes Fahrzeug gefunden", sagte Bürgermeisterin Silke Wolf bei der vergangenen Ratssitzung und beantwortete damit zugleich eine Anfrage von Wehrchef Hintersdorf zum "Sachstand Auto".

Für die Wassensdorfer hätte das Thema Einsatzfahrzeug indes längst Geschichte sein können. Bei einer Versteigerung in Wolfsburg ist ihnen ein Fahrzeug aufgefallen. Die Wassensdorfer begutachteten es und fanden es geeignet. "Es hätte noch einiger Nachbesserungen bedurft, doch insgesamt war der Wagen in Ordnung. Kaufpreis und Nachbesserungen hätten weit unter der eingeplanten Summe gelegen", sagte Frank Hintersdorf. Die Wassensdorfer freuten sich jedoch zu früh. Die kommunalen Entscheidungsträger sahen die Angelegenheit anders. Der Wagen wurde zwar für knapp 7000 Euro versteigert, jedoch an eine andere Wehr. Ernüchterung zog daraufhin im Oebisfelder Ortsteil ein. Inzwischen wird sogar gemunkelt, wie beim Osterfeuer am Sonntag zu hören war, dass seitens der Kommune kein Interesse an einem Fahrzeug besteht. Stattdessen könnte das Ende der Wassensdorfer Wehr drohen.