Was ist das? Sieht aus wie Zucker und Zimt, ist aber gefährlich. Den Unterschied zwischen legalen und illegalen Drogen, die Gefährlichkeit und vor allem die oft kaum wahrnehmbaren Anfänge einer Sucht besprach Steffi Berg, Präventionsfachkraft in der Drogen- und Suchtberatungsstelle, am Dienstag mit Kindern und Jugendlichen in der Oebisfelder Jugendbegegnungsstätte.

Oebisfelde. Es war nicht einfach für Steffi Berg, alle Kinder und Jugendlichen gleichermaßen am Gespräch zu beteiligen, denn die Altersspanne in der Jugendbegegnungsstätte ist groß. Schließlich gab es aber doch immer wieder Themen, die alle Anwesenden gleichermaßen interessierten.

Wann fängt eine Sucht an? Wonach kann man süchtig werden? Wie merkt man, dass man süchtig ist? Diesen Fragen ging die junge Frau, die in der Haldensleber Drogen- und Suchtberatungsstätte für die Suchtprävention zuständig ist, mit den Kindern und Jugendlichen nach.

Jedes Jahr mindestens einmal sind die Mitarbeiter der Beratungsstelle in der Oebisfelder Jugendbegegnungsstätte zu Gast. Während es im vergangenen Jahr vorwiegend um das Thema Alkohol und dessen Missbrauch ging, war in diesem Jahr der Umgang mit Drogen das Thema. Dabei erklärte Berg den Unterschied von illegalen Drogen, wie Haschisch, Kokain und neuen synthetischen Drogen, und legalen Drogen wie Alkohol und Zigaretten. Aber auch, dass Süßigkeiten, Fernsehen und Computer süchtig machen können, erklärte sie den Kindern.

Warum Menschen Drogen nehmen und wie man diesen Kreislauf wieder durchbrechen kann, besprach sie mit den Kindern ebenso.

Eine weitere Übung, die Berg mit den Kindern absolvierte, war das Durchlaufen eines kleinen Parcours\' mit einer Rauschbrille. Mit einer Rauschbrille lässt sich die Wahrnehmung in betrunkenem Zustand simulieren, was bei den Kindern für großes Erstaunen sorgte. Denn das normale Gehen und das Fangen eines Balls erwiesen sich plötzlich als sehr viel schwieriger.

Als gemeinsamen Abschluss des Nachmittags bereiteten die Mädchen und Jungen schließlich noch gemeinsam einen Obstsalat zu, den sie sich anschließend in geselliger Runde schmecken ließen.

Die Angebote für Kinder und Jugendliche, die die Drogen- und Suchtberatungsstelle macht, beinhalten nicht nur Informationsstunden zu Sucht, Suchtformen undSuchtmitteln, sondern auch lebensweltorientierte und ganzheitliche Suchtprävention durch die Förderung allgemeiner Lebenskompetenzen mit spiel- und erlebnispädagogischen Methoden.

Auch für Kindergärten gibt es bereits Angebote. "Fit fürs Leben - Kindergarten macht stark" heißt es. Dabei geht es um Themen wieGefühle, Nein-Sagen, Schwächen und Stärken zeigen und Selbstwert erkennen.

Projekttage und Projektwochen zu den Themen Gesundheit, Sucht und Drogen sowie die langfristige Begleitung von Schulklassen im Zusammenhang mit einem suchtpräventiven Projekt, zum Beispiel einem geschlechtsspezifischen Projekt zu Essstörungen und Computerspielsucht, sowie ein Rauch-Stopp-Kurs für Jugendlichegehören zu den Angeboten der Drogen- und Suchtberatungsstelle.