Großer Bahnhof am Freitag bei dem Klötzer Ernst-August Schulz: Der Klötzer Ponyzüchter feierte seinen 80. Geburtstag.

Klötze. Ehre, wem Ehre gebührt, war das Motto, das am Freitag die Prominenz des Pferdezuchtverbandes (PZV) Brandenburg-Anhalt, der Ponyzuchtgemeinschaft Drömling und weitere Pferdezüchter nach Klötze kommen ließ.

Dort feierte Ernst-August Schulz im Kreise seiner Familie und Freunde, zu denen eben auch die vielen Züchterkollegen gehören, seinen 80. Geburtstag.

Den züchterischen Verdienst des Pferdekenners würdigte der Zuchtleiter des PZV, Dr. Ingo Nörenberg. Der erinnerte in seiner Laudatio nicht nur an erfolgreiche Stuten und Hengste, die unter Obhut der Zuchtgemeinschaft "vom Purnitzgrund", die Schulz und dessen Lebensgefährtin Ursula Fritsche betreiben, heranwuchsen, sondern würdigte das Lebenwerk von Ernst-August Schulz auch mit der Goldenen Ehrennadel des Zuchtverbandes und ernannte den Züchter-Senioren zum Ehrenmitglied des Verbandes.

Obendrein gab es herzliche Glückwünsche von Otto Bammel, seines Zeichens Vorsitzender der Ponyzuchtgemeinschaft Drömling. Immerhin wirkte Schulz mehr als 30 Jahre im Vorstand des Vereines mit und ist einer der Begründer der Shetlandponyzucht und des Ponyfahrsports in der Altmark.

Im Laufe seines züchterischen Wirkens sind unter Obhut von Ernst-August Schulz bisher "fast 250 Fohlen" geboren worden. "Wir zählen doch die Pferde nicht", erklärt der Senior.

Zu Spitzenzeiten wäre das auch recht schwierig geworden. Da versorgten Schulz und Fritsche zwischen 70 und 75 Shetlandponys, Deutsche Reitponys und edle Warmblüter. Gezählt hat er hingegen - zwangsläufig sozusagen - die Fohlen, die er und seine Lebensgefährtin mit der Flasche aufgezogen haben. Zwei waren es, die kurz nach ihrer Geburt die Mutter verloren hatten.

Zur Ruhe setzen will sich Ernst-August Schulz noch nicht. So werden dann auch in diesem Frühjahr noch einige Fohlen erwartet. Bis zu seinem runden Geburtstag waren schon sechs geboren. Insgesamt sieben Pferdekinder sollen sich bald auf den saftigen Weiden der Zuchtgemeinschaft tummeln. Das sind zwar längst nicht mehr so viele wie einst, als bis zu 15 Fohlen pro Jahr das Licht des "Purnitzgrund"-Hofes erblickten, aber immer noch genug, um den ganzen Tag auf Trab zu bleiben. Schulz begründet mit sanftmütigem Lächeln: "Wir leben eben für die Pferde.

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