Das Nutzungskonzept für das Mehrgenerationenhaus, das in den Räumen der Kinderkrippe Knirpsentreff entstehen soll, stand am Montagabend auf der Tagesordnung des Oebisfelder Ortschaftsrates. Dabei ging es auch um die Überlegung, für den Betrieb des Hauses Fördermittel zu beantragen.

Oebisfelde. Für Menschen verschiedener Altersgruppen bietet ein Mehrgenerationenhaus Raum, sich ungezwungen zu begegnen und von den Kompetenzen des jeweils anderen zu profitieren. Zudem wird es zu einer Dienstleistungsdrehscheibe. So ist es auf der Internetseite des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BFSFJ) beschrieben.

Das BFSFJ arbeite gemeinsam mit Ländern und Kommunen an der Weiterentwicklung der Mehrgenerationenhäuser zu Knotenpunkten bürgerschaftlichen Engagements, heißt es dort.

Wie Ortschaftsrat Bernd Schuster berichtete, seien für Mehrgenerationenhäuser auch Fördermittel zu bekommen. Insgesamt 450 Mehrgenerationenhäuser können am neuen Programm teilnehmen, die Bewerbungsphase startet im Sommer 2011, so das zuständige Ministerium. Dafür sollen rund 50 Millionen Euro für die Jahre 2012 bis 2014 zur Verfügung gestellt werden. Jedes Haus erhalte - wie im bisherigen Aktionsprogramm - einen jährlichen Zuschuss von 40 000 Euro. Davon zahle der Bund 30 000 Euro, die weiteren 10 000 Euro würden Land oder Kommune übernehmen.

Um als Mehrgenerationenhaus zu gelten, müssen Bedingungen erfüllt werden. Und darüber gab es Diskussionen im Ortschaftsrat. "Wir müssen abklopfen, was gewährleistet werden muss, um Fördermittel zu kriegen", so Schuster. Er erinnerte daran, dass der Beschluss im Ortschaftsrat für ein Mehrgenerationenhaus gefasst worden sei. Daran konnte sich Sabine Bastigkeit nicht erinnern. "Ich gehe von einer Begegnungsstätte aus, die so preiswert wie möglich gestaltet werden soll", betonte sie. Damit habe sich die bisherige Arbeitsgruppe auch befasst.

Die Fördermittel, auf die Schuster spekuliert, stünden für den laufenden Betrieb eines solchen Hauses zur Verfügung, nicht für Ausbau und die Ausstattung, betonte er.

Bürgermeisterin Silke Wolf gab zu bedenken, dass bei einem Mehrgenerationenhaus auch recht lange Öffnungszeiten zu gewährleisten und vielfältige Angebote zu machen seien. "Das muss auch gewuppt werden, da muss jemand sein, der alles organisiert und vorbereitet", betonte sie. Die Arbeitsgruppe Mehrgenerationenhaus soll sich nun wieder treffen und ein Nutzungskonzept erarbeiten, so der Ortschaftsrat einstimmig.