Klötze. Ein Bagger schwenkt Baumstämme hin und her. Es knackt heftig. Wie Streichhölzer fallen die Fichten um. Es sind die schweren Schäden des Winters, die Dietmar Schulze den Teilnehmer der Exkursion zeigen will. "Wir nutzen die Krise und machen aus Monokulturen einen vernünftigen Mischbestand", sagt der Revierleiter des Klötzer Landesforstes. Anstelle der Fichten sollen nun zum Beispiel Eichen oder Buchen gepflanzt werden.

Der Winter hat enorme Schäden angerichtet. Der Revierleiter spricht von einer "katastrophalen Situation". Dagegen freue sich das Nettgauer Werk über die kurzen Anfahrtswege. "Und wir kriegen gutes Geld", erklärt Schulze. Die dünneren Hölzer würden zudem zu Hackschnitzeln verarbeitet.

Doch auch das Aufforsten gestalte sich dieses Jahr schwierig. "So eine Trockenperiode habe ich in Klötze noch nicht mitgemacht."

Die Landtagsabgeordneten Jürgen Barth (SPD) und Uwe Harms (CDU) sind bei der Exkursion mit dabei. Sie schauten sich zuvor mit Klötzes Bürgermeister Matthias Mann und Vertretern von Vereinen, dem Altmarkkreis und dem Betreuungsforstamt Klötze ebenfalls die Orchideenwiese auf der Moorwaldsenke an. Der Landesforstbetrieb will mit solchen Aktionen seine Arbeit mehr in den Fokus der Öffentlichkeit bringen.

"So ein Ergebnis habe ich damals nicht erwartet", sagt Manfred Lietze. Er hatte Mitte der 90er Jahre die Idee für dieses Projekt. Das Breitblättrige Knabenkraut gedeiht dort mittlerweile prächtig. An anderen Stellen in Klötze habe es früher das Gefleckte Knabenkraut gegeben, berichtete Konrad Hempel, ein gelernter Gärtner. Doch dort habe es an professioneller Pflege gefehlt.