Wanzleben l Kaum gedruckt gingen die 250 Kalender auch schon buchstäblich weg wie warme Semmeln. "Die Premiere um unseren schuleigenen Kalender kam sehr gut an", freut sich Schulfördervereinsvorsitzender Michael Sachs, der die Spendenaktion der Wanzleber Sekundarschule gemeinsam mit den 42 Mitgliedern erstmals im Vorjahr initiiert hatte. Für die Realisierung des Projektes hatte er einen Sponsor gesucht und in Magdeburg in Apotheken-Inhaber Sükrü Aydogan und dessen Filialleiter Winfried Rüter gefunden. Die Druckkosten in Höhe von 1200 Euro wurden von den Pharmazeuten gedeckelt. Vorab hatten sie als Teil der Jury neben den Mitgliedern des 2010 gegründeten Schulfördervereins und Fachlehrer der Ganztagsschule die zwölf besten Arbeiten prämiert. Die Fünft- bis Zehntklässler hatten ihre Arbeiten unter dem Wettbewerb "Lebendige Heimat Sachsen-Anhalt" gestaltet und eingereicht. Auch die Kunstwerke der beiden Neuntklässler Melanie Pörschke aus Hohendodeleben und Phillip Maeckel aus Klein Wanzleben hatten es in die Mitte des kreativen Kalenderzirkels geschafft. Und so ließen es sich beide trotz Ferien in dieser Woche nicht nehmen, sich mit dem Ende ihrer ersten Kalenderaktion in Begleitung ihrer Lehrer und Fördervereinsmitglieder mit einem Blumengruß beim Sponsor für dessen Unterstützung zu bedanken. Denn der Großteil der Auflage war hier direkt von den "Kosmonauten" an die Kundschaft gegen einen frei wählbaren Spendenbetrag verteilt worden.

Beim Vor-Ort-Termin betonte Vereinsvorsitzender Michael Sachs, dass das erfolgreiche Kalenderprojekt nun künftig Schule machen soll. "Weitere von den Schülern gestaltete Kalender werden folgen", kündigte er an.

Mit dem Erlös aus der Spendenaktion sollen wiederrum neue Schulprojekte angeschoben und finanziell unterstützt werden. Die Kalenderspendensumme von mehr als 110 Euro fließt in das geplante Schulprojekt "Schwarzlicht-Theater."

Um die Idee auf die Bühne bringen zu können, spart der Förderverein derzeit, um die knapp 3500 Euro teure Verdunklungstechnik finanzieren zu können. 1000 Euro hätten die Mitglieder bereits von der Globus-Stiftung erhalten. "Das Schwarzlicht-Theater ist für die Neuntklässler des Wahlpflichtkurses Kultur- und Künste gedacht. Um die besondere Wirkung des einzigartigen Schauspiels erleben und erlebbar machen zu können, muss die Spielstätte, in unserem Fall die Aula, abgedunkelt werden. Das hierfür nötige Equipment hatten wir uns bereits im Vorfeld für einen dreitägigen Probelauf vom Land ausgeliehen. Dieser Testlauf hat uns überzeugt und für die Idee begeistert", berichtet die stellvertretende Schulleiterin Regine Albrecht. Um das "Schwarzlicht-Theater" realisieren zu können, seien weitere Spendenaktionen geplant.