Die Vereinigung für "Umwelt und Naturschutz Großes Bruch" veranstaltet am 29. Januar einen Festakt, zu dem alle Bürger eingeladen sind. Damit soll das 20-jährige Bestehen gebührend gefeiert werden. In den Jahren hat sich die Vereinigung um das Große Bruch als Kulturlandschaft und Naturraum verdient gemacht.

Neuwegersleben. Mit dem Festakt wollen sich die Mitglieder der Vereinigung bei allen Beteiligten und Unterstützern für das Erreichte bedanken. "Wir wollen alle ermuntern, den gemeinsamen Weg weiter zu gehen", heißt es in der Ankündigung.

Geladene Gäste sind unter anderem der Harzer Landrat Michael Ermrich sowie Börde-Landrat Thomas Webel, außerdem Bürgermeister Dietmar Hobohm, Pächter, Mitglieder und Freunde des Großen Bruchs. Alle weiteren Interessenten sind ebenfalls herzlich willkommen, wie der Vorstand der Vereinigung "Umwelt und Naturschutz Großes Bruch" wissen ließ. Ebenfalls zu Gast ist Jürgen Stadelmann, Staatssekretär im Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt. Der Festakt beginnt am Sonnabend, 29. Januar, um 14 Uhr in der Landgaststätte Kobbe in Neuwegersleben. Zum Festakt werden Vorträge zu hören sein, von Landtagsmitglied Dr. Uwe Schrader zur Geschichte der Vereinigung sowie von Dr. Jörg Perner zu den ökologischen Fragen im Spannungsfeld zwischen Schutz und Nutzung.

Gutes Zusammenspiel für Kiebitz und Co.

Hinter der Vereinigung stehen unter anderem Ornithologen, Angler, Jäger, Landwirte und Naturfreunde, die sich regelmäßig zu anstehenden Problemen austauschen. Beispielsweise wird diskutiert, wann und wie bestimmte Maßnahmen erfolgen sollen. Naturschützer empfehlen etwa, früher als zum angesetzten Termin das Grünland zu mähen, damit die Nahrungssuche für die Vögel gewährleistet ist. "Da muss dann gefragt werden, inwiefern das mit den Interessen der Landwirte übereinstimmt", erklärt der Ornithologe Herbert Teulecke, wie die Vereinigung auf diese Weise Abstimmungsprozesse erleichtert. Auch, um das Bruch als Kulturlandschaft zu pflegen. Eine Landschaft, die so von Menschen gemacht wurde, wie sie heute ist und nun auch erhalten werden soll. "Das ginge überhaupt nicht ohne die Landwirte", erläutert Teulecke. Schließlich würden sich die Beteiligten auf Vorschläge im Umgang mit angesprochenen Problemen einigen, um bei Behörden zu fragen, was umsetzbar sei.

Überhaupt sei es zum großen Teil Verdienst der Vereinigung, dass nach der Wende viel Grünland im charakteristischen Niedermoorgebiet "Großes Bruch" erhalten blieb. Das kann bei regelmäßigen Bruchwanderungen mit Mitgliedern der Vereinigung auch erkundet werden, wozu die Bevölkerung jedes Jahr eingeladen ist. Dabei wurden auch schon Schulklassen durch die Landschaft geführt, in deren Umgebung zum Beispiel Wiesenvögel wie der Große Brachvogel oder der Kiebitz zuhause sind – auch Dank des Zusammenspiels der Beteiligten zum Wohle des Bruchs. Insgesamt gibt es 34 Einzelmitglieder und acht Mitgliedsgemeinden.