Werden die Schuleinzugsbereiche für die drei Grundschulen in der Gemeinde Sülzetal doch geändert? Die CDU-Fraktion des Gemeinderates hat einen Beschlussvorschlag für die Gemeinderatssitzung am 3. April eingebracht.

Sülzetal l Als in der Sozialausschusssitzung am 17. März CDU-Gemeinderätin Birgit Wasserthal nachhakte, ob denn die Arbeitsgruppe "Schulen" auch über die Änderung der Schuleinzugsbereiche für die Grundschulen des Sülzetals nachdenke, antwortete ihr Hauptamtsleiter Renè Kellner, dass dies nicht der Fall sei. Er sehe es als eher schwierig an, künftig mit genauen Schülerzahlen überhaupt planen zu können. Darum würde es die Arbeitsgruppe "Schulen" eher ablehnen, die Einzugsbereiche zu ändern. Nun aber brachte die CDU-Gemeinderatsfraktion in der Hauptausschusssitzung einen Antrag zur Ergänzung der Tagesordnung für die Gemeinderatssitzung am 3. April ein. An diesem Abend solle der Gemeinderat entscheiden, ob die Schuleinzugsbereiche doch geändert werden.

Die CDU begründete in der Hauptausschusssitzung den Antrag mit der Tatsache, dass in jüngster Vergangenheit vermehrt Eltern in Sprechstunden den Wunsch geäußert hätten, ihre Kinder auch an anderen Grundschulen des Sülzetals, die nicht zu ihrem Einzugsbereich gehören, einschulen zu können. Schließlich gäbe es mit drei Grundschulen auch drei unterschiedliche Schulkonzepte und daraus möchten die Eltern wählen können. Kay Barthel (CDU) und auch CDU-Gemeinderatsfraktionschef Dietrich Ebering erklärten im Hauptausschuss, dass sie nicht davon ausgingen, dass nun die große "Völkerwanderung" bei den Schülern eintrete. Auch müssten die Kapazitäten der Schulen beachtet werden. Es könnten nur "Überhangkapazitäten" belegt werden. Dietrich Ebering wie auch Kay Barthel sind sich einig darin, dass das Aufheben der Schuleinzugsbereiche auch ein Weg sei, die Grundschüler für das Sülzetal nicht zu verlieren. "Verweigern wir den Eltern das Wahlrecht gänzlich, kann es uns passieren, dass wir die Schüler endgültig, auch für die Sekundarschule, verlieren", warnten die CDU-Gemeinderäte.

Hauptamtsleiter René Kellner, der auch Leiter der Arbeitsgruppe "Schulen" ist, stellte schließlich die Frage, ob denn mit der Aufweichung der Schuleinzugsbereiche nicht die Arbeitsgruppe überflüssig werden würde und die gerade erst begonnene Arbeit wieder einstellen müsste. Das verneinten Kay Barthel und Dietrich Ebering konsequent: "Bis 2016/2017 sollte die Arbeitsgruppe in jedem Fall weiterarbeiten, denn zu diesem Zeitpunkt wird die Zahl der Grundschüler nicht mehr ausreichen, um drei Grundschulen erhalten zu können. Dann muss eine Lösung da sein."