Der Stöpsel der XXL-Wanne im Wanzleber Spaßbad ist gezogen. Das Edelstahlbecken muss nun von den Mitarbeitern der Stadtwerke auf Hochglanz poliert werden. Denn am 7. Mai ist Anbaden angesagt.

Wanzleben l In Vorbereitung auf die 18. Spaßbadsaison hatten Schwimmmeister Michael Stridde, Stadtwerke-Mitarbeiter Jan Tiedge sowie Praktikant Max Schirrmeister den Stöpsel bereits am 4. April gezogen. Bevor frühestens in anderthalb Wochen wieder 1500000 Liter frisches Wasser ins Becken eingelassen werden können, muss die Wanzleber Wanne nebst Strömungskanal und Planschbecken für die kleinen Nichtschwimmer noch auf Hochglanz gewienert werden. Und zwar "bis man sich drin spiegeln kann", trällerte das Trio bei seiner Frühjahrsputzaktion.

Spielt das Wetter mit, heißt es hier am 7. Mai ab 9 Uhr: Anbaden. Im vergangenen Jahr war die Saison am 8. Mai eingeläutet worden. Bis zum 9. September hatte das Bad 31675 Besucher gezählt.

"Erst zwei Tage bevor die Freibadsaison startet, wird das Wasser, das mit zirka sieben Grad aus der Zuleitung kommt, über einen Wärmetauscher, der das Wasser zum Erwärmen aus dem Becken zieht, auf zirka 25 Grad Celsius gebracht", erklärt Michael Stridde, der seit 1998 für die Sicherheit im Bad sorgt, die Technik.

Die Kosten für die Beheizung des Spaßbad-Wassers über die Fernwärmetrasse der Stadtwerke würden sich laut Geschäftsführer Hans-Walter Franke jährlich auf rund 8500 Euro belaufen.

Eine mit knapp 6000 Euro ähnlich hohe Investition fließt in diesen Tagen in die Reparatur der rund 45 Meter langen Wasserrutsche. Die alten, bereits gerissenen Fugen zwischen den glasfaserverstärkten Kunststoffschalen mussten dringend erneuert werden. "Das war höchste Eisenbahn", sagt Bauspezialist Dirk Hirschfeld, der hier seit Montag das alte Fugenmaterial gegen ein Spezialsilikon austauscht. Die Verjüngungskur soll Ende nächster Woche abgeschlossen sein.

Spätestes bis dahin soll auch das Edelstahlbecken mit speziellen Reinigungspads und einer abschließenden "Dusche" gesäubert sein. "Das Befüllen nimmt dann noch einmal eine Woche in Anspruch", erklärt Stridde. Parallel dazu soll auch die Reparatur des gesperrten Spielturmes erfolgen. Hier hatten die zuständigen Experten im Vorjahr einige bauliche Mängel am Holz festgestellt und eine Freigabe untersagt. "Die maroden Balken werden noch vor Beginn der Freibadsaison ausgetauscht. Der Auftrag wurde bereits erteilt", sicherte Hans-Walter Franke gestern auf Volksstimme-Nachfrage zu. Insgesamt schätzt er die Kosten für die Instandsetzung des Kletterturmes auf rund 400Euro.

Die Eintrittspreise werden sich hier auch in diesem Jahr nicht erhöhen. Das hatten auf ihrer jüngsten Sitzung die Stadträte einstimmig beschlossen. Gleiches gilt auch für das Freibad in Klein Wanzleben.

   

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