Rockige Songs an einem Sommerabend: Eine laue Nacht, die Kulisse des Hötensleber Rathauses, dazu zwei Bands, die es richtig krachen lassen - alles Zutaten für einen perfekten Tagesausklang. Nicht auf der großen Bühne vom "Rock am Denkmal", aber dafür wird im kleineren Rahmen genau so laut gerockt.

Hötensleben l Die Musiker zweier Bands aus Hötensleben nehmen ihre Zuhörer auf eine musikalische Reise und breiten in der lauen Nacht einen satten Musikteppich aus. Veranstalter ist die Gemeinde Hötensleben unter der Leitung von René Müller, dem Kulturausschussvorsitzenden.

Die Gruppe Norfolk sorgt für einen schwungvollen Einstieg in den Abend auf dem Platz vor dem Rathaus. Martin Schönfeld, Sebastian Schönfeld, Martin Klug und Nils Schickerling heizen mit Liedern wie "Auf gute Freunde" von den Böhsen Onkelz und "Atemlos" von Helene Fischer den Fans ein. Die Hötensleber Jungs haben mit ihrem Deutschrock bereits ihre eingeschworene Fangemeinde, rocken aber auch englisch. Zwischen den Songs verstehen sie es ebenso, das Publikum zu unterhalten.

Das große Rockspektakel am Grenzdenkmal pausiert. Kleiner, aber dafür nicht leiser, ist die Rockarena am ehemaligen Hospital. "Die, die dabei waren, sind begeistert nach Hause gegangen", fasst René Müller den Erfolg der Veranstaltung in Worte. Jedoch hätte er sich mehr Gäste gewünscht. "Dass die Veranstaltung kein Reinfall wurde, ist den vielen Besuchern aus den Nachbargemeinden zu verdanken", fügt er hinzu.

Die Gruppe "Maxxit!" versteht es, ihr Publikum zu überzeugen. Die Show- und Coverband spiegelt den einzigartigen Mix aus gekonnter Rockmusik, Witz und Individualität wider. Jeder der sieben Musiker ist seit Jahren im Geschäft. Alle gemeinsam verbindet die große Leidenschaft zur Musik. "Wo wir sind, da rocken wir die Bühnen", versprechen Indra Schomburg, Sophia Roisch, Bernd Schart, Andreas Heuer, Oliver Maesmanns, Dirk Thönniß und Rolf Steinbrecher.

Zusammen mit den Gästen, die nach legendären Songs wie "Sweet child of mine" von "Guns ´n´Roses" mitrocken, bieten sie einen atmosphärisch dichten Streifzug durch Rock und Pop. Die bekanntesten Songs aus den letzten 30 Jahren lassen wohl keinen Zuschauer unberührt. Durch die beiden stimmgewaltigen Frontfrauen und das Zusammenspiel mit der Band herrscht "Gänsehautfeeling" vom ersten bis zum letzten Song. Sängerin Indra Schomburg gibt unter anderem mit der "Evanescence"-Ballade "My Immortal" eine tolle musikalische Visitenkarte ab, die Gänsehaut garantiert. Außerdem singt sie "Rolling in the deep" von "Adele" und "Babe, I´m gonna leave you" von Pink. Kaum hinter seinem Keyboard zu sehen, aber nicht zu überhören, ist Andreas Heuer, der mit Songs wie "Fairytale gone bad" von "Sunrise Avenue" oder "Rebell yell" von Billy Idol begeistert.

Als Neueinsteigerin singt Sophia Roisch seit Anfang des Jahres in der Band. Mit ihrer Power-Stimme lässt sie mit dem Queen-Song "I want it all" Freddie Mercury für einen kurzem Moment auferstehen. Derart in Stimmung gebracht genießt das Publikum das Rockspektakel.

Die Reihe "Rock am Rathaus" soll weitergeführt werden, sind sich die Musikfreunde auf und vor der Bühne einig. Und auch René Müller hält den Daumen hoch: "Wir werden es im nächsten Jahr wiederholen." Lobende Worte gehen an den Veranstalter. Die Veranstalter geben das Lob gleich weiter an die Initiatoren des parallel stattfindenden internationalen Workcamps, an die Jungs und Mädchen des Jugendclubs, die als tatkräftige Helfer beim Ausschank, beim Einlass und am Grill ihre Mission meistern. Dank gilt auch dem Team vom Bauhof für die Vor- und Nachbereitung, Thomas Malcher, der den Organisatoren unter die Arme gegriffen hat, den Anwohnern, die das Spektakel ertragen haben, und allen, die sonst mit "Rock am Rathaus" zu tun hatten.

 

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