Der historische Wulferstedter Bestattungswagen wird nicht verkauft. Mit Hilfe von Sponsoren will die Gemeinde Am Großen Bruch versuchen, den Wagen als Ausstellungsstück zu erhalten. Das hat jetzt der Hauptausschuss entschieden.

Von René Döring

Wulferstedt l Der alte Gemeinderat hatte sich schon vom Wulferstedter Bestattungswagen verabschiedet. Denn er hatte beschlossen, den historischen Wagen zu verkaufen, der wahrscheinlich in den 70er Jahren zum letzten Mal im Einsatz war und seither in einem Gebäude auf dem Wulferstedter Gemeindehof herumsteht. Wo ihm inzwischen nicht nur Staub und Dreck, sondern auch Holzwürmer zugesetzt haben.

Doch auch in diesem Zustand hat dieses historische Gefährt noch etwas Besonderes. Gehört es doch zur Geschichte von Wulferstedt. Immerhin sind einst mit ihm die verstorbenen Dorfbewohner von Pferden gezogen zum Friedhof gefahren worden.

Und so hat der neue Gemeinderat Am Großen Bruch gleich in seiner konstituierenden Sitzung den Verkauf noch einmal in Frage gestellt. Zumal allen Beteiligten klar war, dass es zwar Kaufinteressenten geben würde, aber der Verkauf ganz sicher nicht so sehr viel Geld in die Gemeindekasse bringen würde.

So dass sich nun zunächst der neue Kultur- und Sozialausschuss mit diesem Thema beschäftigt hat und danach der neue Hauptausschuss. Mit dem Ergebnis, dass der Hauptausschuss schließlich entschieden hat, dass die Gemeinde den Wagen behält. "Wir suchen jetzt zunächst einen sicheren Platz für den Wagen", wie Bürgermeisterin Eva Stroka sagt: "Und dann wollen wir versuchen, Sponsoren zu finden, mit deren Hilfe der Wagen wieder als ein Ausstellungsstück zur Wulferstedter Geschichte aufgearbeitet wird." Eva Stroka würde sich sehr freuen, wenn das vielleicht schon bis zum Jahr 2017 gelingt. Denn dann steigt in Wulferstedt die 1050-Jahr-Feier. Und im Rahmen dieser Feier würde der dann aufgearbeitete Wagen "ganz sicher an dem einen oder anderen Platz einen sehr guten Beitrag zur Präsentation der Wulferstedter Geschichte leisten", wie die Bürgermeisterin sagt.