GroßRodensleben l Wann die Abrissbirne an der alten Kneipen-Immobilie in der Langen Straße in Groß Rodensleben anrücken wird, ist möglicherweise nur noch eine Frage von Wochen. Denn die Mitglieder des Hauptausschusses haben auf ihrer jüngsten Sitzung die hierfür benötigten finanziellen Mittel in Höhe von 46000 Euro freigegeben. Der Beschluss für die überplanmäßige Ausgabe, die aus der Stadthaushaltskasse kommt, fiel bei der Abstimmung vor knapp einer Woche einstimmig mit neun Ja-Stimmen aus. "Der Abriss des Hauses ist dringend notwendig. Der eingerissene Giebel droht auf das Nachbargrundstück zu kippen", erklärte Bauamtsleiter Olaf Küpper. Mit jenem grünen Licht aus dem Ausschuss kann die Verwaltung jetzt die Ausschreibungsphase starten. "Sobald wir die beendet und eine Firma gefunden haben, könnte das Objekt schon im November dem Erdboden gleich gemacht werden", nennt der Amtsleiter ein mögliches Zeitfenster.

Die Gefahr soll so schnell wie möglich beseitigt werden. Schließlich hat die Vergangenheit im Ort bereits gezeigt, was Bauruinen für eine tickende Zeitbombe sein können. Monstersturm "Kyrill" hatte im Januar 2007 in Groß Rodensleben einem Mann das Leben gekostet, als er in einer Gaststätte unter einer umstürzenden Wand begraben worden war.

Die Gemeinde hatte das Objekt, in dem einst ein Kneipenlokal betrieben worden war, bereits vorsorglich mit dem Plan es abreißen zu lassen, symbolisch für einen Euro gekauft, hatte vor der Abstimmung im Hauptausschuss Stadtkämmerin Cornelia Franz auf Nachfrage der Räte die Eigentumsverhältnisse erläutert. In den nun freigegebenen 46000 Euro sollen mit dem Abriss auch schon die Kosten für das Einebnen und Abschottern der Baufläche inbegriffen sein, hieß es. Auf der Freifläche soll dann ein Parkplatz entstehen. Stellflächen für zehn Pkw wären möglich, schätzt Olaf Küpper.

Und das in bester Lage in direkter Nachbarschaft zum Gemeindesaal. Die Groß Rodensleberinnen vom Landfrauenverein "Sonnenblume" (20 Mitglieder) haben übrigens für die Gemeindesaal-Spielstätte schon jetzt ihre Märchenaufführung für den dritten Advent bestätigt und angekündigt.