Das Ostalgie-Kabinett in Langenweddingen feiert seinen 10. Geburtstag. Deshalb und aus Anlass des Tages der Deutschen Einheit hat das Museum von Freitag bis Sonntag geöffnet.

Langenweddingen l Seit einem Jahrzehnt tragen Dirk Grüner und seine Eltern Erika und Bernd Grüner Produkte zusammen, die das Leben in der am 3. Oktober 1990 untergegangenen DDR zeigen. Seit 2004 machen sie ihre wohl einzigartige Sammlung der Öffentlichkeit zugänglich.

In der Langenweddinger Villa in der Langen Straße 35 zeigt die Familie Grüner auf mehr als 300 Quadratmetern auf drei Etagen über 20000 Exponate, die das sozialistisch geprägte Leben in der damaligen DDR zeigen. Für ihr Engagement zur Dokumentation der Geschichte erhielten sie 2010 die "Ehrennadel des Landes Sachsen-Anhalt".

In diesen Tagen feiert das Langenweddinger Ostalgie-Kabinett seinen 10. Geburtstag. Deshalb und aus Anlass des Tages der Deutschen Einheit hat sich Dirk Grüner entschlossen, das Museum vom 3. bis 5. Oktober täglich von 14 bis 18 Uhr zu öffnen. "Bei freiem Eintritt können die Besucher Gegenstände aus DDR-Zeiten bestaunen und in alten Erinnerungen schwelgen", lädt der Museumsgründer zur Stippvisite in das Sülzetal ein. Die Ausstellungsstücke aus 40 Jahren alter Republik und aus allen Bereichen des Lebens würden die Besucher in eine längst vergangene DDR-Alltagsgeschichte eintauchen lassen.

"Da es nach über zehn Jahren nach der Wende noch kein DDR-Museum in unserer Nähe gab, dachten wir uns, dieses ins Leben rufen zu können", erinnert sich Dirk Grüner. Dass aus dieser Idee, gepaart mit viel Akribie, zeitlicher Hingabe und Enthusiasmus, ein so großes Hobby und damit das einmalige Museum entstehen würde, hätten sich die Grüners bis dahin niemals träumen lassen. Dabei liege es ihnen fern, die DDR verherrlichen zu wollen.