So lau wie der Sommer, so mau auch die Bilanz nach der Eilsleber Freibadsaison. Die hat die Gemeinde allein an Betriebskosten mehr als das Doppelte gekostet als es die Einnamen abdecken.

Eilsleben l Sorge um die nun 111 Jahre alte Badeanstalt bestehe allerdings weiterhin nicht, versichert Bürgermeister Manfred Jordan: "Wir federn das Minus anderweitig ab. Das Freibad ist eine freiwillige Aufgabe der Gemeinde, an der wir festhalten werden." Die Stammgäste, wie die ganz treue Seniorengruppe "Beruhigtes Schwimmen", die wieder fleißig ihre Bahnen zog, werden es gern hören.

So meint deren Mitglied Heinz Braune auch: "Uns ist bewusst, dass die tägliche Öffnung - teils extra nur für uns - nicht einfach und keine Selbstverständlichkeit ist. Daher ein großer Dank von unserer Seite an die Gemeinde, verbunden mit dem Aufruf an die Einwohner Eilslebens und der Umgebung, das Freibad zu nutzen, denn der nächste warme Sommer kommt bestimmt."

6744 Euro an Einnahmen und damit rund 4000 Euro weniger als im Vorjahr stehen nach der jüngsten Saison zu Buche, die auch eine der kürzesten war, nachdem man sie erst spät im Frühling (31. Mai) eröffnen konnte und noch mitten im Sommer schon wieder für beendet erklären musste. Am 23. August bereits gab man entnervt den dauerhaft kühlen Tagen nach - 16 Grad Celsius waren selbst für die hartgesottenen Gäste zu wenig. Immerhin war der Saisonhöhepunkt, das vom DRK-Kinder- und Jugendzentrum veranstaltete Neptunfest anlässlich des 111-jährigen Bestehens, zum genau rechten Zeitpunkt angesetzt worden. Der 19. Juli war einer der heißesten Tage des Sommers und mit den 400 Badegästen auch der besucherreichste in Eilsleben.

"Durch die verkürzte Saison und die vielen Ausfalltage speziell in der Ferienzeit im August fällt das Minus diesmal natürlich noch größer aus als sonst", erklärt Jordan. "Die Einnahmen decken nicht mal die Chemiekosten ab." So seien für die Reinheit des Wassers mehr als 8000 Euro ausgegeben worden. Die Aufwendungen für Wasser und Abwasser belaufen sich auf rund 4000 Euro, Strom kommt auf 1600 Euro. Zu den sonstigen Betriebskosten zählen weitere 2000 Euro, die zum Beispiel für Qualitätsprüfungen anfielen.

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