Das Dorfgemeinschaftshaus im Ortskern von Dreileben entwickelt sich immer mehr zum Blickfang. Handwerker haben am Freitag Restarbeiten an der Fassade erledigt und Stufenplatten verlegt.

Dreileben l Für die Rekonstruktion des Dorfgemeinschaftshauses sind insgesamt 230000 Euro investiert worden.

Um die Bausubstanz vor weiterem Verfall zu bewahren, wurde im ersten Schritt die Trockenlegung des Gebäudes angegangen. Handwerksfachbetriebe nahmen sich der feuchten Räume an, ersetzten die undichten Fenster und Türen durch neue, dämmten und verputzten die bröckelnde unansehnliche Fassade eines ortsbildprägenden Gebäudes.

Im Jahre 2007 war die Sanierung des Daches erfolgt. Danach hatte die Stadt Wanzleben wiederholt Folgeanträge beim Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten gestellt, um die Modernisierung des Objektes voranzutreiben.

Das Bauvorhaben ist vom Leader-Projekt berücksichtigt worden. Diese Gemeinschaftsinitiative der Europäischen Union soll den Akteuren des ländlichen Raumes Impulse geben und sie dabei unterstützen, Überlegungen über das Potenzial ihres Gebietes in einer längerfristigen Perspektive anzustellen. Neuartige integrierte Strategien für eine nachhaltige Entwicklung sollen umgesetzt und neue Herangehensweisen der ländlichen Entwicklung ausprobiert werden. So sind in Summe Fördermittel von 140000 Euro in die Rekonstruktion geflossen. Der Eigenmittelanteil für die Erneuerung des ehemaligen Gasthofes "Zum Deutschen Hause" liegt bei 90000 Euro.

Im Inneren des Gebäudes sollen in den kommenden Jahren die Projekte Elektrik und Heizung in Angriff genommen werden. "Das werden wir nach und nach angehen", erklärt Erika Uebel, die zuständige Bauamtsmitarbeiterin. Für Dreileben stellt das Gemeindehaus nach dessen Erhalt einen wichtigen Anlaufpunkt dar. Die beiden Säle stehen den Vereinen, Bürgern und der Feuerwehr auch in Zukunft zur Nutzung zur Verfügung. Die Räumlichkeiten können zudem für private Feiern genutzt werden.

Im Haus haben Friseursalon und Arztpraxis eine Heimat gefunden. Die seit zwei Jahren leerstehende Gaststätte soll verpachtet werden. "Wir werden im Zuge des demografischen Wandels gegebenenfalls ein Nutzungskonzept erarbeiten lassen. Das Gebäude ist für barrierefreies Wohnen geeignet und dort könnten je nach Sachlage drei altersgerechte Wohnungen entstehen", sagt Erika Uebel.