Die Kroppenstedter Sackstraße ist jetzt abgenommen und offiziell wieder freigegeben worden. Mitte Juni hatten umfangreiche Sanierungsarbeiten begonnen, die etwa 200000 Euro gekostet haben.

Kroppenstedt l Die neue Pumpe im alten Erscheinungsbild funktioniert zwar nicht, ist aber ein Schmuckstück. Sie ist auf halber Strecke der etwa 120 Meter langen Kroppenstedter Sackstraße wahrlich ein Blickfang. Und damit auch eine gute Kulisse für das Foto, mit dem nun dieser Volksstimme-Bericht über die offizielle Freigabe der in den zurückliegenden vier Monaten sanierten Gasse illustriert wird.

Wobei es in dieser Straße jetzt auch viele andere Stellen gibt, die für solch ein Foto eine gute Kulisse abgeben. Denn alle Beteiligten sind sich bei der Freigabe einig, dass die gesamte Sackstraße ein Schmuckstück geworden ist, das den historischen Stadtkern von Kroppenstedt weiter aufwerten würde.

So loben Bürgermeister Joachim Willamowski und Verbandsgemeindebürgermeisterin Ines Becker in ihren Wortmeldungen beispielsweise das neue Pflaster, das unterschiedliche Farben hat. So wurde die durchgängig drei Meter breite Fahrbahn mit anthrazitfarbenen Steinen gepflastert. Und dort, wo es in dieser mitunter sehr engen Gasse zwischen Fahrbahn und Häusern noch Platz gibt, da liegen jetzt sandfarbene Steine. Zudem wird die Sackstraße nun von LED-Laternen beleuchtet, die auch wie Laternen aussehen.

Alles andere, was von Mitte Juni bis jetzt in dieser Straße erneuert worden ist, ist aber nicht zu sehen. Denn das befindet sich unter dem Pflaster. Beispielsweise ein neuer Regenwasserkanal, der jetzt das gesamte Niederschlagswasser aufnimmt. Was der bisherige so genannte "Bürgermeisterkanal" nicht geschafft hatte, weil der zu flach und inzwischen auch marode war. Wovon vor allem der Platz auf halber Strecke betroffen war. Dort ist nach Informationen von Bauamtsmitarbeiterin Katrin Otto vor dieser Veränderung ein großer Teil des Regenwassers regelmäßig über ein privates Grundstück in eine Scheune geflossen. Was aber nun Vergangenheit ist.

Überdies ist im Zuge der Sanierung eine Gasversorgungsleitung verlegt worden. Wie zudem die Trinkwasserleitung teilweise erneuert worden ist, weil sie aufgrund der sehr engen Straßenverhältnisse umverlegt werden musste.

Während die Verlegung der Gas- und der Trinkwasserleitung von den entsprechenden Versorgern bezahlt worden ist, liegt der Stadt Kroppenstedt für alle anderen Arbeiten jetzt eine Rechnung in Höhe von etwa 200000 Euro vor. Die sie jedoch nicht allein begleichen muss. Denn dieses Projekt wird von der Europäischen Union gefördert, die im Rahmen des "Leader-Programms" 75 Prozent der Kosten übernimmt.

Grund genug für Bürgermeister Joachim Willamowski, sich bei der Verwaltung der Verbandsgemeinde dafür zu bedanken, dass sie es geschafft hat, die Sanierung der Sackstraße in dieses Förderprogramm zu bekommen.

Und während der offiziellen Freigabe gab es noch ein weiteres Dankeschön. Das ging vom Baubetrieb Hornhausen an die Anwohner. Denn die Mitarbeiter dieser Baufirma, die die Sackstraße saniert haben, seien "sehr gut aufgenommen und auch von den Anwohnern betreut worden", so der Firmenvertreter Michael Beuke.