Sabine Hoppe hat Mitte Oktober vergangenen Jahres das Amt der Ortsbürgermeisterin in Stemmern übernommen. Die Parteilose will in ihrer Amtszeit unter anderem den Zusammenhalt unter den 213 Stemmeranern stärken.

Stemmern l "Ich möchte versuchen, die Menschen im Ort ein bisschen näher zusammenzubringen", sagt Sabine Hoppe. Die 39-Jährige steht seit Oktober vergangenen Jahres als Bürgermeisterin an der Spitze des Ortschaftsrates. Zusammen mit ihrem Stellvertreter Dirk Schünemann und Ralf Schiller bilden die drei Parteilosen den Ortschaftsrat Stemmern. Alle drei sind als Einzelbewerber von den Stemmeranern in den Ortschaftsrat gewählt worden.

Wie Sabine Hoppe sagt, ist sie vor zwölf Jahren nach Stemmern gekommen. Damals seien die Feste im Ort noch ganz gut besucht gewesen. Was mit der Zeit bis heute abgenommen habe. Deshalb sei die Mutter zweier Kinder angetreten, den Zusammenhalt unter den Menschen in Stemmern zu stärken. Um das Unterdorf mit dem Oberdorf an einem Strang für Stemmern ziehen zu lassen. Sabine Hoppe will die in Stemmern vorhandenen Kräfte bündeln und einen Dachverein gründen. "Die kleinen Vereine sollen unter einem Dach laufen, da es dann einfacher ist, an Geld zu kommen", ist sich die Ortsbürgermeisterin sicher. Der Ortschaftsrat wolle sich Gedanken machen, wie es gelingen könne, trotz einer leeren Gemeindekasse weiter Geld für freiwillige Aufgaben aufzutreiben. Die Heimatstube oder der Sportverein könnten von diesem neuen Modell der Finanzierung profitieren, wenn es gelinge, Geldgeber zu gewinnen.

"Es ist nur vernünftig, dass sich die Feuerwehren zusammenschließen"

Als eine ihrer ersten Amtshandlungen hatte Sabine Hoppe interessierte Einwohner zu einem Ortsrundgang durch Stemmern eingeladen. Sie wollte von den Leuten erfahren, wo sie die Schwerpunkte in der Entwicklung des Ortes sehen. Wie sie sagt, sei der Wunsch von den Bürgern geäußert worden, dass der Wildzaun am Friedhof in eine Hecke umgewandelt werden solle. Und dass die Brücke Am Föhr repariert werde.

Der Fusion der Feuerwehren von Stemmern, Bahrendorf und Altenweddingen zu einer Feuerwehr mit Sitz in Altenweddingen steht Sabine Hoppe aufgeschlossen gegenüber. Zumal sich die Stemmeraner Feuerwehrkameraden eindeutig für den Zusammenschluss ausgesprochen haben. "Es ist nur vernünftig, dass sich die Feuerwehren zusammenschließen", findet die Bürgermeisterin auch mit Blick auf die Einsatzbereitschaft, die in diesem Teil des Sülzetals zu gewährleisten sei.

"Es ist nicht ohne, etwas für Stemmern zu erreichen", gibt Sabine Hoppe zu verstehen. Zumal sie als Ortsbürgermeisterin zwar bei den Gemeinderatssitzung im Sülzetal ihre Meinung äußern dürfe, jedoch nicht Mitglied des Rates sei und damit auch nicht stimmberechtigt. Sabine Hoppe sei jedoch optimistisch, dass ihre Stimme im Gemeinderat gehört werden. "Meine Stimme ist laut genug", kündigt sie voller Elan an.

"Ich bin kein Freund der Massentierhaltung"

"Ich bin kein Freund der Massentierhaltung", gibt Sabine Hoppe zu verstehen. Deshalb werde sie sich weiter in der Bürgerinitiative "Für ein sauberes Sülzetal" und in der BUND-Ortsgruppe der Einheitsgemeinde gegen die in Stemmern geplante Hähnchenmastanlage einsetzen.

Da sie sich bereits vor ihrer Wahl in den Ortschaftsrat und zur Bürgermeisterin klar gegen die Anlage ausgesprochen habe, sehe Sabine Hoppe darin auch keinen Interessenskonflikt. Im Gegenteil. Viele Stemmeraner und Einwohner umliegender Orte würden ihre Bedenken gegen die Massentierhaltung quasi vor der Haustür teilen.

Wobei Sabine Hoppe annehme, dass das Landesverwaltungsamt den Bau der Anlage in diesem Jahr mit Auflagen genehmigen werde. Auf jeden Fall wolle sie am Thema Hähnchenmastanlage dranbleiben und weiter dagegen protestieren.