Haldensleben (mb) l Eine Haldensleberin berichtete, dass am Mittwoch am späten Nachmittag an ihrer Wohnungstür ein junger Mann geklingelt habe und mit ihr wegen der Absicherung von Krankentransporten sprechen wollte. Die Seniorin ließ ihn in die Wohnung und hörte sich seine Erklärungen an. Er habe ihr eine Mitgliedschaft in einem Service-Unternehmen, das Krankentransporte organisiert, für 98 Euro im Jahr aufschwatzen wollen. Als die Haldensleberin erklärte, darüber wolle sie erst nachdenken und mit ihren Kindern sprechen, versuchte er erst, sie doch noch zu überreden, dann strich der junge Mann auf den Formularen alles durch und verschwand.

Sie habe sich völlig richtig verhalten, erklärte Joachim Albrecht, Sprecher des Polizeireviers Börde. Er rät dringend davon ab, bei so genannten Haustürgeschäften etwas zu unterschreiben. Man solle immer jemand dazuholen oder den Vertrag prüfen lassen. Zwar gebe es ein Widerrufsrecht auch bei diesen Verträgen, doch das sei oft nur mit viel Mühen umzusetzen.

Gerade zu der Firma, auf die sich der junge Mann berief, gibt es auch im Internet zahlreiche Erfahrungsberichte und Warnungen. Betroffene können sich auch da informieren oder in der Verbraucherschutzzentrale nachfragen.