Heftige Sturmböen haben am Wochenende auch in den Orten der Stadt Wanzleben - Börde immer wieder Bäume umknicken lassen. In Remkersleben landete eine 15 Meter hohe Tanne auf einer Garage. In Eggenstedt schlug ein Baum neben einem Gastank ein. Die stürmische Wetterlage soll noch bis Ende der Woche anhalten. Für die Feuerwehren bedeutet das Dauerstress.

StadtWanzleben-Börde l Nachdem die Feuerwehrkräfte bereits am Freitag mit 13 Alarmierungen im Dauereinsatz waren, ließ ihnen das Sturmtief auch am Wochenende keine Ruhe. Bereits am Sonnabendvormittag riss eine Böe kurz nach halb Elf in Remkersleben eine zirka 15 Meter hohe Tanne um. Sie krachte auf ein Garagendach.

"Um das Geschoss beseitigen zu können, mussten wir die Drehleiter aus Wanzleben anfordern", erklärt Remkerslebens Ortswehrleiter Andreas Uhde. Den sieben Kameraden gelang es, den umgestürzten Baum binnen anderthalb Stunden zu zerlegen. Der Flachbau war durch den Aufprall leicht beschädigt worden. Der hier geparkte Pkw konnte laut Uhde jedoch ohne einen einzigen Kratzer gesichert werden.

Für die Remkersleber Feuerwehrleute war es der bereits vierte Alarm des Jahres. Allein am Freitag waren sie zu zwei Sturm-Einsätzen gerufen worden. Dabei mussten umgeknickte Bäume auf der B246a in Höhe Meyendorf sowie in Eggenstedt mit der Kettensäge zerlegt werden.

Ein umgestürzter Stamm brachte die Eggenstedter Kameraden erneut am Sonnabend auf Trab. Denn der grüne Riese musste mit besonderer Vorsicht bearbeitet werden. "Der Baum war auf einem Privatgrundstück in der Nähe eines Gastanks eingeschlagen", berichtet Feuerwehrsprecher Sven Nevermann. Weitere umgestürzte Bäume und abgebgebrochene Äste wurden der Wanzleber Wehr am Sonnabend kurz vor 11 Uhr aus dem Volkspark gemeldet. In der Bahnhofspromenade drohten kurz vor 13 Uhr abgebrochene Äste auf die Fahrbahn zu stürzen. Auch hier ging nichts ohne die Drehleiter. Ihr 15. Einsatz des Jahres führte die Sarrestadt-Kräfte Sonnabendabend auf die B246a Richtung Stadt Frankfurt. Ein Ast hatte sich kurz nach 20 Uhr in einer Telefonleitung verfangen. Nach 25 Minuten war die Stelle beräumt. Nachdem sich die Lage gestern beruhigt hatte, wird sich am heutigen Montag eine Dachdeckerfirma den bereits am Freitagvormittag entstandenen Schaden am Klein Wanzleber Schulgebäude ansehen müssen. Mit dem Sturm hatte sich hier ein großes Stück Dachpappe gelöst, Teile flogen aus 15 Metern in die Tiefe. Das Gebäude wurde evakuiert. Die Feuerwehr sicherte die restlichen Flächen mit Sandsäcken. Nach ersten Schätzungen könnte sich der Schaden auf mehrere tausend Euro belaufen.

   

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