Das Ordnungsamt der Stadt Wanzleben - Börde verteilt von Jahr zu Jahr immer weniger Knöllchen. So wurden im vergangenen Jahr insgesamt 583 Verwarngelder wegen Falschparkens verteilt. Das spülte insgesamt 3721,50 Euro in die Stadtkasse. 2013 waren es 632 Verwarngelder und damit 8274 Euro. 2012 lag die Summe mit 795 Verkehrssündern noch bei 10390 Euro.

StadtWanzleben-Börde l Auch der Blick in die jüngste Knöllchenbilanz für 2014 zeigt, dass im Vergleich zu den Vorjahren immer weniger Strafzettel in der Stadt Wanzleben - Börde verteilt werden. Nach der aktuellen Bilanz des Ordnungsamtes wurden im vergangenen Jahr 583 Knöllchen verteilt. 2013 waren es noch 632, vor zwei Jahren sogar 795.

Ordnungsamtsleiterin Sylvia Dammering führt die rückläufige Entwicklung auch darauf zurück, dass der kleine Stab an Mitarbeitern den Bereich des sogenannten ruhenden Verkehrs mitüberwachen muss.

"Das ist nicht so wie in Magdeburg, wo Politessen allein nur dieser Aufgabe nachgehen. Wir erledigen die Verkehrsüberwachung ganz nebenbei mit. Aus diesem Grund ist es für uns zum Beispiel auch schwierig, gleich loszufahren, wenn ein Bürger der Einheitsgemeinde uns einen Falschparker meldet", erklärt sie.

Aus diesem Grund seien die meisten Knöllchen, wie in den Vorjahren auch, in der Stadt Wanzleben verteilt worden. Als wahre Knöllchenfalle entpuppt sich dabei der Marktplatz inmitten der City. "Hier vergessen die meisten Autofahrer ihre Parkscheibe einzulegen."

Die häufigste Ausrede, die die Ordnungshüter übrigens nach wie vor zu hören bekommen, sei: "Ich war nur ganz kurz weg." Einen "Knöllchen-König", der 2014 gleich mehrere Strafzettel kassiert hat, gebe es nicht, hieß es gestern aus der Amtsstube.

So landeten im letzten Jahr 583 Knöllchen unter dem Scheibenwischerblatt von Falschparkern. Was Autofahrer ärgert, fällt für die Stadtkasse erfreulicher aus: 3721,50 Euro wurden eingenommen. 2013 waren es noch 8274 Euro. 10390 Euro ließen 2012 das Stadtsäckel klingeln. Ungewöhnlich ist die Tatsache, dass die Ordnungshüter auch im vergangenen Jahr keinen einzigen Falschparker abschleppen lassen mussten. "Eigentlich eine gute Nachricht. Schließlich ist der ganze Aufwand nicht ganz billig", weiß Sylvia Dammering zu berichten. Dies sei aber kein Freifahrtschein für Falschparker, betont sie. "Steht ein Auto beispielsweise in einer Feuerwehrzufahrt, wird es abgeschleppt!"

Zehn Verkehrssünder hätten ihr Bußgeld, das sie im vergangenen Jahr erhalten haben, noch nicht bezahlt.

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