Wanzleben l Die große Lücke, die der im vergangenen August verstorbene Vorsitzende des Sozialesverbandes des Altkreises Wanzleben, Prof. Gerd Gerdes, hinterlassen hat, konnte auch auf der Jahreshauptversammlung nicht geschlossen werden. "Es hat sich kein Nachfolger finden können. Trotz aller Bemühungen scheiterte die Suche an der Vergütung. Für das Ehrenamt wollten alle Bewerber einen finanziellen Ausgleich, und zwar auf 400-Euro-Basis, erhalten. Also sind wir immer noch auf der Suche nach einem neuen Vorsitzenden", erklärt Hans-Georg Lange (74), der hier die Geschicke zunächst weiterhin kommissarisch leiten wird. "Ich scheide als möglicher Nachfolger nach meiner OP auf ärztliches Anraten aus", fügt er hinzu.

"Im Ehrenamt arbeiten und wirken viele Mitglieder und leisten einen ganz wichtigen Beitrag in unserer Gesellschaft, jedoch die Weggefährten, wie unsere im März 2013 verstorbene Ruth Gruß und unser am 24. August 2014 verstorbene Kreisvorsitzende Prof. Gerd Gerdes, ragten darüber hinaus. Für uns ist und bleibt das ein herber Verlust. Beide Führungskräfte lebten für ihre verantwortungsvolle Aufgabe und genossen hohes Vertrauen und Ansehen nicht nur bei uns im Verband, sondern auch weit darüber hinaus."

Mit der Entlastung des Vorstandes und der Revisionskommission, deren Bericht Franz Forberger vorgelegt hatte, gab es bei der Versammlung weiteren Grund zur Freude. Wanzlebens Ortsbürgermeister Tino Bauer (Die Linke) konnte als neues Mitglied im Sozialverband begrüßt werden. "Und zwar bei jeder Menge Beifall", freut sich Hans-Georg Lange. Seinen Angaben zufolge zähle der Kreisverband derzeit 196 Mitglieder. "Im vergangenen Jahr hatten wir 21 Neuzugänge, elf Austritte und neun Verstorbene zu verzeichnen. In den Jahren 2013 und 2014 waren es somit insgesamt 17 Todesfälle", erklärt der Senior.

2010 zählte der Verband noch 213 Männer und Frauen. "Auch wir merken den demografischen Wandel. Die hohe Altersstruktur und der Gesundheitszustand unserer Mitglieder wirken sich nicht gerade positiv auf unsere Statistik aus. Neue Mitglieder zu gewinnen, sollte in unserem Verbandsleben eine der obersten Prioritäten haben."

Auch die Beteiligung an kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Ereignissen wird im Sozialverband großgeschrieben. Das zeigte der Rückblick auf die allein im Vorjahr organisierten Veranstaltungen. - ganze 19 an der Zahl. Darunter das Wählerforum unter der Regie des Wanzleber BRH-Seniorenverbandes, die Feier anlässlich des 1125-jährigen Stadtjubiläums im September sowie zahlreiche Reisen und Ausflüge. "Zusammenfassend können wir mit einer Gesamtbeteiligung von 715 Teilnehmern an sämtlichen Höhepunkten an das Vorjahresniveau anknüpfen."

Unterhaltsam und unternehmensfreudig soll es weitergehen. Und so steht auch in diesem Jahr wieder jede Menge auf dem Programm. "Den Reisekalender für das erste Halbjahr haben wir bereits zusammengestellt. Und zwar unter dem Motto ,nicht Masse, sondern Klasse`, natürlich unter dem Aspekt, dass alles bezahlbar sein muss", merkt Lange an, der die Gelegenheit nutzte, um Sibylle Horn, Veronika Beck, Gertrud Dobbeck, Erika Döppner und Brunhilde Neumann seinen Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit auszusprechen.

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