Die Landesstraße 77 in Ausleben wird ab Ostern zur Baustelle. Bis in den Herbst hinein werden die Arbeiten andauern. Dann ist die Straße grundhaft saniert.

Ausleben l Eigentlich sollte der grundhafte Ausbau der Landesstraße 77 zwischen den Ausleber Straße "Peking" und Nussstraße schon längst Geschichte sein. Schon 2011 sollte der Ausbau gemeinsam mit dem Land Sachsen-Anhalt komplett erfolgen. Jetzt aber gibt es kein Verschieben mehr: Nach Ostern rücken definitiv die Baufahrzeuge an.

In einer Anwohnerversammlung wurden in dieser Woche die Bürger von Planer, Baufirma, Landesstraßenbaubehörde als Auftraggeber, vom Tiefbauamt der Gemeinde Westliche Börde und von Auslebens Bürgermeister Dietmar Schmidt umfassend über das Bauvorhaben informiert.

Das erste Wort hatte Planer Lutz Dziudzia. Er berichtete, dass bei der Umsetzung des Projektes Förderrichtlinien genauso zu beachten waren, wie das Gesamtbild der Gemeinde, in welches sich die neue Straße einfügen soll. Derzeit sei die Landesstraße zwischen Nussstraße und Peking vor allem sehr unterschiedlich breit. Von 4,75 bis teilweise 7 Meter reichen die Breiten. "Die sanierte Straße wird künftig durchgehend sechs Meter breit sein. Parallel zur Straße verläuft ein Fußweg mit", erklärte der Planer den Anwohnern. Der Fußweg wird in einem gelben Betonsteinpflaster erstellt, während Grundstückszufahrten und Übergänge in Naturstein gepflastert werden. Die Steine werden aus dem alten Straßenbett gewonnen.

Entlang der Straße würden mehrere Parkplätze geschaffen werden. Künftig sollen abgestellte Fahrzeuge nicht mehr den Straßenraum einengen. Die Seitenbereiche, die Bankette, werden begrünt. "Und wo Grün ist, da bleibt es auch grün", machte Bürgermeister Dietmar Schmidt deutlich. Auch sechs neue Bäume bekommt die Straße.

Die Firma Gebhardt Bau aus Klein Wanzleben hat den Zuschlag für die Straßensanierung bekommen und werde an der tiefsten Stelle der Straße beginnen. Gebaut werde in drei Teilabschnitten.

Ist der Regenwasserkanal eingebaut, werde das Straßenbett wieder geschlossen und somit solle die Straße zumindest für die Anwohner wieder befahrbar sein. "Wir bauen unter Vollsperrung, eine direkte Umleitung wird es nicht geben. Sie als Anwohner werden es auch in Kauf nehmen müssen, nicht jeden Abend auf ihrem Grundstück parken zu können", machte Dietmar Schmidt deutlich. Mülltonnen würden vom Baubetrieb zu den Standorten transportiert, die die Entsorgungsfahrzeuge anfahren können. Dietmar Schmidt verwies zudem darauf, dass in jedem Fall in der Ferienzeit, ab dem 17. Juli, der Abschnitt Nussstraße bis Peking gebaut werde, um eine Umleitung für die Schulbusse einzusparen.

Alle Anwohner wurden nochmals auf die Möglichkeit hingewiesen, sich an den Regenwasserkanal anzuschließen. Der Anschluss ist kostenlos. "Das Oberflächenwasser darf künftig nicht mehr auf den Fußweg und damit auf eine öffentliche Fläche gelangen", verwies der Bürgermeister. Im Vorfeld der Baumaßnahme seien deshalb alle Grundstückseigentümer nochmals angeschrieben worden. Sie sollten jetzt kontrollieren, ob alle Angaben hinsichtlich des Grundstücks richtig sind.

Für die Umsetzung der Straßenbaumaßnahme erhielt die Gemeinde Ausleben Fördermittel vom Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten (ALFF). Die veranschlagten Baukosten, die Gemeinde trägt nur die Kosten für die Nebenanlagen, liegen bei 356000 Euro. Davon gehen die Fördermittel ab. Damit bleibt die Gemeinde auf rund 211000 Euro "sitzen". Allerdings kann sie davon 40 Prozent über die Straßenausbaubeitragssatzung auf die Grundstückseigentümer umlegen. Das sind etwa 90000 Euro. Das ergibt schlussendlich einen Beitragsatz von 2,88 Euro pro Quadratmeter anrechenbarer Grundstücksfläche.

 

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