"Natur pur" heißt das Projekt mit dem sich die Grundschule Osterweddingen am Wettbewerb "Fair bringt mehr - Der Wettbewerb für mehr Miteinander" der Volksbanken Raiffeisenbanken beteiligte. Dafür wurde sie in dieser Woche mit dem 3. Platz ausgezeichnet.

Magdeburg/Osterweddingen l Es war eine sehr lebendige Kulisse im Kulturwerk Fichte Magdeburg, in der die Schüler gemeinsam mit ihren Lehrern die Auszeichnung aus den Händen von Kultusstaatssekretär Dr. Jan Hofmann empfingen. Insgesamt 15 stolze Preisträger aus ganz Sachsen-Anhalt wurden im Rahmen der stimmungsvollen Feier für ihre Projekte ausgezeichnet. Zuvor hatte es 77 Vorschläge in fünf Kategorien gegeben. Es gehörten insbesondere integrative, präventive und soziale Projekte zu denen, die ganz oben auf dem Siegerpodest standen.

Die Gewinner erhielten in verschiedenen Kategorien Preise im Gesamtwert von 25 000 Euro. Die Osterweddinger bekamen für den 3. Platz in der Kategorie Grundschule 1 000 Euro. Ziel des Osterweddinger Projektes "Natur pur" war es, das Umweltbewusstsein der Schülerinnen und Schüler zu erweitern, Naturbegeisterung zu wecken und in diesem Zusammenhang das Miteinander und den Teamgeist zu fördern. Um dieses Ziel zu erreichen wurden verschiedene Schwerpunkte gesetzt.

Ein Bestandteil des Projektes fand bereits im vergangenen Herbst statt, als die Kinder 1 000 Blumenzwiebeln an unterschiedlichen Stellen im Dorf in die Erde brachten, die derzeit austreiben und blühen. Also gewissermaßen auch ein Zeichen der Nachhaltigkeit. "Die Schule ist ein Lebensmittelpunkt im Dorf. Dass sie und die Gemeinde zusammenarbeiten ist im ländlichen Raum ganz wichtig", sagt Schulleiterin Petra Meyer. Gleiches gilt für die Volksbank Börde-Bernburg eG, über die sich die Grundschule beim Wettbewerb beworben hatte und mit der sie eine Kooperation pflegt.

Ein wesentlicher Schwerpunkt des vom Förderverein Grundschule Osterweddingen tatkräftig unterstützten Projektes war es, dass Unterricht möglichst oft im Freien stattfinden sollte, um die persönliche Begegnung mit der Natur zu intensivieren. Dafür wurden verschiedene Sitzmöglichkeiten auf dem Schulgelände und im Schulgarten geschaffen. Zwei Waldschenken errichtete man auf dem Schulhof, der an sich schon ein Park ist, und nun zum Lernen genutzt wird. Zusätzlich bieten Picknickdecken und Bierzeltgarnituren Möglichkeiten für einen variablen Lernort.

Der Schulgarten ermöglicht es den Kindern zu lernen, wie hochwertige und gesunde Lebensmittel erzeugt werden. Dort lassen sich Kenntnisse und Fertigkeiten lebensnah und praxisorientiert vermitteln, das Gelernte aus vielen Fächern kann hier vertieft werden.

Diese Erfahrung mit anderen zu teilen und die Begeisterung für das Gärtnern zu entdecken ist ein großes Anliegen des Projektes, ebenso weitere pädagogische Aspekte wie Ausdauer, Sorgfalt, Verantwortung, Kooperationsfähigkeit und Sozialverhalten. Darüber hinaus bietet der Schulgarten aber auch ein ruhiges und lauschiges Plätzchen, um vom Schulalltag abzuschalten.

Da nicht immer alle Klassen am Projekt teilnehmen, wird dieses mit Fotos und online dokumentiert. Außerdem präsentieren die beteiligten Kinder selbst die Arbeit ihren Mitschülern. Schulleiterin Petra Meyer betonte, dass das Preisgeld für die Weiterführung des Projektes verwendet wird.