Der Löschteich in der Völpker Bergmannssiedlung ist wieder einer. Fast ein Jahr lag das Bett des Gewässers leer, weil sich die ungeplante Entsorgung schadstoffbelasteten Bodens lange hinzog.

Völpke l Ortswehrleiter Fabian Heidtmann ist "heilfroh, dass der Teich endlich wieder befüllt ist", da er einen nicht unwesentlichen Teil der Löschwasserversorgung in Völpke abdeckt. Die Situation war lange unbefriedigend, erst im März hatte das mit der Giftschlammentsorgung beauftragte Unternehmen nach vielen Verzögerungen Vollzug gemeldet und konnten die Pumpen zur Wiederbefüllung anlaufen. Knapp eine Woche dauerte die von einem Brunnen gespeiste "Teichbetankung".

Geleert worden ist der Teich im März 2014 im Zuge der Sanierung der Bergmannssiedlung, angedacht als Kurzzeitmaßnahme, um die Tiefbauarbeiten nicht zu gefährden und zugleich eine Entschlammung vorzunehmen. Die Absicht eines Landwirts, die Sedimente auf sein Feld zu bringen, löste dann eine Reihe ungeplanter Vorgänge aus.

Vorgeschriebene Bodenproben wiesen auf eine drastisch hohe Schadstoffbelastung des Schlamms hin, die statt der günstigen Acker-Variante eine Sonderentsorgung erforderte. Dafür wiederum war erst ein Ratsbeschluss nötig, da es sich um eine außerplanmäßige Ausgabe der Verbandsgemeinde Oberer Aller in fünfstelliger Höhe handelte. Der Rat bewilligte die auf maximal 40.000 Euro taxierte Entsorgung der rund 300 Kubikmeter Faulschlamm, der zuvor noch austrocknen musste und - um im besten Fall die Kosten zu halbieren - weiteren Laboruntersuchungen unterzogen wurde, die mal so, mal so ausfielen. Hinzu kamen schließlich Schwierigkeiten mit dem Auftragnehmer der den Aushub des kontaminierten Bodens weit über den Jahreswechsel hinauszögerte.