Einen gemeinsamen Feuerwehrdienst haben die Hamersleber Löschkids und die Wulferstedter Löschwölfe im Hamersleber Gerätehaus absolviert. Weitere gemeinsame Veranstaltungen der beiden Kinderwehren sind geplant.

Hamersleben l Die Idee zu diesem Treffen des Feurwehrnachwuchses aus Hamersleben und Wulferstedt entstand während einer Kinder- und Jugendwartsitzung und reifte in Zusammenarbeit zwischen den neiden Kinderfeuerwehr-Betreuerinnen aus Hamersleben und Wulferstedt zu einem festen Veranstaltungstermin. Kindergruppenleiterin Katrin Mast aus Wulferstedt schloss sich der Hamersleber Gruppe gern an, half bei der Organisation und reiste mit insgesamt zwölf Kindern sowie fünf weiteren Betreuern in Hamersleben an.

"Uns war es bei dieser Veranstaltung ganz besonders wichtig, Brandschutzerziehung mit unseren Kindern in Bezug auf ganz normale Alltagsgegenstände zu üben", teilte die Leiterin der Hamersleber Kindergruppe, Mandy Kroll, mit. Dazu wurden vier Stationen aufgebaut, an denen verschiedene Materialien des täglichen Lebens auf Brandempfindlichkeit getestet werden sollten. Im Vorfeld erklärte Katrin Mast den Unterschied zwischen gutem und bösem Feuer. Zeitgleich wurde der richtige Umgang mit Streichhölzern geübt und anhand von umgekippten brennenden Kerzen auf die Gefahren eines Brandes hingewiesen. "Hierbei konnten wir anschaulich darstellen, unter welchen Bedingungen ein Feuer entsteht und was sich daraus entwickeln kann", berichtete Mandy Kroll weiter.

Dann ging es los, denn eine Reihe von Gegenständen verschiedener Materialien, wie beispielsweise ein Spielzeugauto, handelsübliche Trinkpakete, Waschpulver, Plastikgegenstände sowie verschiedene Teile aus Holz oder Metall standen als Brandproben bereit. Zum einen galt es von den Kindern zu entscheiden, was leicht, schwer und überhaupt nicht brennt oder einfach nur heiß wird. Und zum anderen sollten diese Ergebnisse auch ordentlich dokumentiert werden.

An allen Stationen herrschte reges Treiben, ständiges Beobachten und ein hohes Maß an Vorsicht. Dabei stellte Tom Wachholz (10) aus Hamersleben erstaunt fest, dass ein Spielzeugauto zwei verschiedene Brenneigenschaften besitzt. "Wow, das Auto wird nur heiß, aber bei den Rädern fängt es an zu brennen", kommentierte er sein Ergebnis. Der achtjährige Philipp Bärecke aus Hamersleben hingegen konnte es kaum glauben, dass Waschpulver überhaupt nicht brennt.

Zum Abschluss und als Dankeschön für den gelungenen Test bereiteten die Mitglieder der Hamersleber Wehr eine kleine Branddemonstration vor. Hierbei zeigten sie die Entzündung von Öl in einem Kochtopf und praktizierten richtige und falsche Löscharbeiten bis hin zur Fettexplosion. Das war für die Mädchen und Jungen ein gelungener Abschluss, den sie prompt mit einer Zugabe verlängerten.

Ein Feuerpass mit den Regeln im Umgang mit Feuer für jeden einzelnen Teilnehmer soll nun an diesen ersten gemeinsamen Feuerwehrdienst erinnern und sich in das Gedächtnis der kleinen Feuerwehrhelfer einprägen.

"Wir sind uns sicher, dass wir mit dieser Gemeinschaftsveranstaltung dem Ziel der Aktion ganz nahe gekommen sind", schlussfolgerte Mandy Kroll, "denn der richtige Umgang mit Feuer sowie falsche Löschmittel zur Brandbekämpfung konnten auf diese Art und Weise nicht anschaulicher geübt und angeschaut werden".

Die Hamersleber Kinderfeuerwehrgruppe besteht derzeitig aus sechs Löschkids, die sich als kleine Retter am Großen Bruch erst im vergangenen Jahr gegründet haben und noch jeder Menge lernen wollen. Dazu greifen sie gern auf die Erfahrungen und Vorschläge der Wulferstedter Kindergruppe, die in diesem Jahr bereits ihr zehnjähriges Bestehen feiert, zurück. Gern wollen die Jungen und Mädchen aus beiden Ortsteilen eine Veranstaltung in diesem Rahmen wiederholen.

 

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