Seehausen (apu). Am 15. November 2010 hat das MDR-Fernsehen im Rahmen der Sendung "Mach dich ran" beim Heimatverein der Hansestadt Seehausen auf dem Museumshof in der Mühlenstraße einen Beitrag gedreht (Volksstimme berichtete). Noch am gleichen Tag begab sich das Team um Moderator Mario Richardt auf die Suche nach Sponsoren, die dem Heimatverein beim Einbau eines schmiedeeisernen Tores an die Remise unter die Arme greifen.

Lange brauchte die Fernsehleute nicht zu suchen. Die Grapel-STUV GmbH Seehausen erklärte sich bereit, einen Metallrahmen für das Tor zu bauen. Die Sendung wurde am Montag ausgestrahlt. Horst Gaede, Vorsitzender des Heimatvereins, möchte sich auf diesem Weg bei allen Beteiligten bedanken.

Der Seehäuser Karl-Heinz Günther hatte dem Heimatverein das einstige Eingangstor seines Hauses in der Mühlenstraße überlassen. "Dieses Tor ist ein Stück Seehäuser Stadtgeschichte. Damit ist es erhaltenswert und wir haben uns als Verein entschieden, es in die Remise einzubauen. Das Vorhaben wäre von uns allein nicht zu finanzieren gewesen. Doch dank der MDR-Sendung ,Mach dich ran‘ haben wir schnell Hilfe gefunden", so Gaede. Die Graepel-STUV GmbH Seehausen, hatte nicht nur sofort ihre Zusage zum Bau des Rahmens gegeben, sondern sich unverzüglich an die Arbeit gemacht. Ingenieur Sven Kayatz und Mitarbeiter der Schweißerei des Betriebens haben in wenigen Tagen den Rahmen gebaut. "Vor vier Jahren hat uns das Unternehmen schon einmal mit dem Bau einer Metalltreppe und dem Einbau derselben in die Remise geholfen. Dafür können wir uns nur sehr herzlich bedanken – ebenso beim Team des MDR, dessen professionelle Arbeit wir verfolgen konnten, so Gaede.

Wie der Vorsitzende weiter ausführt, will der Verein im Frühjahr die Arbeiten zum Einbau des Metalltores fortsetzen. Ein Fundament muss gegossen werden. Außerdem sind Maurer- und Pflasterarbeiten durchzuführen. Damit entsteht ein weiterer verschließbarer Ausstellungsraum in der Remise. Der Verein hofft, dass er von der "Arge" und dem Verein "Elke Meißner Schulen" personelle Unterstützung erhält. "Vielleicht findet sich ja noch ein Betrieb, der uns unterstützt", hofft der Heimatverein.

Gaede: "Wir hoffen seit Jahren, dass sich weitere Freunde finden, die uns bei unserer wichtigen Vereinsarbeit unterstützen. Die Geschichte der Region wurde seit vielen Jahren von einigen Freunden erforscht. Die heutige Generation muss diese Arbeit fortsetzen. Dokumente sowie Gebrauchsgegenstände aus Haushalt, Handwerk, Landwirtschaft und Kultur gehen sonst verloren."