Erster ausstellender Gast 2014 im Osterburger Kreismuseum ist die Rohrbeckerin Hannelore Molt. Ansichten aus der Altmark brachte sie zu Papier. Von ihren Ergebnissen können sich die Besucher ab Sonntag ein Bild machen.

Osterburg l Die erste Ausstellung des Osterburger Kreismuseums im neuen Jahr steht vor der Tür. In dem von Frank Hoche und seinen Mitarbeitern entwickelten Jahresprogramm, das wie in den Jahren zuvor sowohl mit traditionellen als auch mit neuen Veranstaltungen aufwartet, eröffnet Hannelore Molt den Reigen der Expositionen. Am Sonntag laden der Museumsleiter und die Künstlerin zur Vernissage in die Räume der Stätte. Beginn ist um 14.30 Uhr.

Die Ausstellung bedeutet für die gebürtige Quedlinburgerin eine Premiere: Sie präsentiert erstmals eine Vielzahl ihrer Aquarelle im biesestädtischen Kreismuseum. Um die 50 Bilder der Wahl-Altmärkerin, die zwar schon immer gern gemalt hat, aber erst ab 2007 die Techniken der Malerei in einem Kurs erlernte, werden dessen Räume bereichern. Mittlerweile übernahm sie den angesprochenen Kurs "Landschaften in Aquarell" der Osterburger Kreisvolkshochschule als Leiterin. 20 Schüler hat die 62-Jährige, die so oft es geht mit ihrer Kamera durch die Region fährt, um interessante Motive einzufangen, unter ihren Fittichen. Anfängern und Fortgeschrittenen steht sie mit Rat und Tat zur Seite. Und freut sich mit ihnen über gelungene Arbeiten. "Sie haben einen enormen Satz gemacht", sagt Molt, die ihre Schüler und deren Fortschritte bei der Ausübung ihres Hobbys lobt. Im Vorjahr stellte der Kurs im Kreismuseum aus, demnächst werden dessen Bilder in Bismark zu sehen sein, wie die Künstlerin informierte.

Auch Molt gehörte zur malenden Schüler-Schar der Kreisvolkshochschule. Sie kann sich noch gut an die Anfänge vor sieben Jahren erinnern.

Gerhard Dietrich weckte ihren Ehrgeiz

"Mein erstes Bild war die Quedlinburger Schlosskirche. Die konnte ich als Kind von Zuhause aus sehen." Der damalige Leiter, Gerhard Dietrich, weckte ihren Ehrgeiz. Sie schaute sich einiges von dem bekannten Heimatmaler ab, der schließlich Hannelore Molt die Aufgabe der Kursleitung nach seinem Ende 2009 ans Herz legte.

Die Osterburger Nicolai-Kirche, die Bockwindmühle in Arendsee, Ansichten aus Tangermünde, ein in der Elbe auf Jagd gehender Seeadler oder ein Häuschen in Rosenhof bannte sie beispielsweise auf Papier. An letzteres Bild kann sie sich noch gut erinnern. Es war Bestandteil einer Ausstellung in der Arneburger Kulturscheune. Für diese malte die Rohrbeckerin jeweils ein Bild aus jedem Ort der Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck. Und in Rosenhof stieß sie auf einem vor einem Häuschen sitzenden Hund. Seitdem gibt es ihren "Wächter von Rosenhof".

Gestern war Hannelore Molt dabei, zusammen mit Frank Hoche eine Auswahl ihrer Bilder für die Ausstellung auszuwählen. Bis zum 2. März werden ihre Arbeiten in der Biesestadt zu sehen sein.