Osterburg (fsc) l An der traditionellen "Geburtstagstafel 70plus" mit Kaffee und Kuchen in der Volkssolidarität nahmen am Dienstag 23 Osterburger "Geburtstagskinder" Platz, die ihren Ehrentag in den Monaten Oktober bis Januar begangen hatten. Älteste in der Runde war die 93-jährige Ilse Wohlfart. Kinder aus der evangelischen Kindertagesstätte gratulierten mit Liedern und einem Geburtstagsgebet. Gast war ebenfalls, und das ist auch schon Tradition, Ortsbürgermeister Klaus-Peter Gose. Er wartete mit Informationen aus der biesestädtischen Kommunalpolitik auf.

Zum Gesprächsstoff gehörte unter anderem die Gestaltung der Giebelfassade des ehemaligen Monsator-Hauses in der Breiten Straße. Gose hatte den Entwurf eines Wandbildes des Stendaler Künstlers Michael Braune mitgebracht, der auch an der Tafel die Runde machte. Er sei im Ortschaftsrat ausführlich besprochen worden, und auch Bürgermeister Nico Schulz habe in diesem Gremium seine Gedanken dazu geäußert. Die farbige Skizze zeigt ein geöffnetes Tor, das den Blick auf einen Straßenzug freigibt und symbolisch zum Besuch der Stadt einlädt.

"Die Wandbildgestaltung würde 6500 Euro kosten; 1500 Euro davon sind bereits abgesichert", sagte der Ortsbürgermeister. "Die Sanierungskosten des Gebäudes ohne Fassadengestaltung werden mit 226 000 Euro veranschlagt." Für die spätere Nutzung gebe es bereits eine seriöse Anfrage von einem Privatmann. Wenn die Kaufsumme zu beiderseitigem Einvernehmen führen würde, wäre auch dieses Problem gelöst. Inzwischen habe auch das große, viele Jahre ungenutzte und vom endgültigen Verfall bedrohte Fachwerkhaus an der Biese einen Eigentümer - die ersten Bauarbeiten haben bereits begonnen -, so dass auch dieser Osterburger Stadteingang aufgewertet wird.

Zudem brachte Gose die von ihm mit Billigung des Ortschaftsrates beschaffte alte Pumpe ins Gespräch, die inzwischen von einer Groß Garzer Metallbaufirma aufgearbeitet wurde und zur Zeit in Wittenberge den letzten Schliff erhält. Die Pumpe, wie sie früher in Kleinstädten ohne Wasserleitung üblich war, werde sich an der Kirche harmonisch in das innerstädtische Umfeld einfügen. "Aus technischen und Sicherheitsgründen wird sie aber kein Wasser geben", so Klaus-Peter Gose.

Was den August-Hilliges-Platz betreffe, so sei beabsichtigt, dessen Sanierung in vier Bauabschnitte zu gliedern. Der erste, rechtsseitig bis zu Ecke des Proka, soll 2014 begonnen werden. Die Fördermittel seien bereits beantragt. Es gebe auch "ganz vorsichtige Ideen", den gesamten Platz etwas "aufzuhübschen", zum Beispiel mit einer Stele mit einem Wasserspiel. "Unser ehemaliger Springbrunnen vor dem Kulturhaus wird wohl inzwischen irgendwo eingeschmolzen sein", vermutete der Ortschef. Und: "Der Wochenmarkt wird dann hier keinen Standort mehr haben und umziehen müssen. Angedacht ist die schon als Osterburger Marktplatz per Schild ausgewiesene Fläche zwischen Promenade und Parkplatz Lindenstraße."

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