Die Gemeinde Hohenberg-Krusemark hat auch 2014 wieder einen ausgeglichenen Haushalt. Trotzdem bleibt der Spielraum für Investitionen weiter auf bescheidenem Niveau. Das ist ein Fazit der Beratung des Haushaltsplanes 2014 am Donnerstag.

Hohenberg-Krusemark l Zur ersten Sitzung im neuen Jahr trafen sich die Mitglieder des Gemeinderates in der Gaststätte Hohenberg-Krusemark, die erst am 13. Januar durch das Ehepaar Michael und Anja Wölfle wiedereröffnet wurde. Bürgermeister Dirk Kautz nutzte die Gelegenheit, um Anja Wölfle zur Geschäftseröffnung im Namen der Gemeinde zu gratulieren. "Wir freuen uns, dass es wieder weitergeht mit der Gaststätte. Es ist gut für das Dorf und wir hoffen, dass es so gelingt, wie ihr es euch vorgestellt habt", meinte Kautz und überreichte der Gastwirtin eine Topfpflanze.

Zuweisungen sinken, Umlagen steigen

Den umfangreichsten Tagesordnungspunkt nahm bei der Sitzung die Haushaltsberatung ein. Wie Kämmerin Dana Hoedt ausführte, kann die Gemeinde Hohenberg-Krusemark 2014 erneut einen ausgeglichenen Ergebnishaushalt vorweisen. Leider gebe es jedoch keinen Überschuss. Dazu seien die Erträge zu gering. Die Umlagen an den Kreis und die Verbandsgemeinde steigen 2014 gegenüber dem Vorjahr weiter an. Außerdem fallen die Landeszuweisungen deutlich geringer aus. Trotz der weiter schwierigen Finanzsituation stehen auch 2014 einige Investitionen auf der Vorhabenliste der Gemeinde.

Dazu zählen weitere umfangreiche Sanierungsmaßnahmen an der Kindertagesstätte Hohenberg Krusemark. Dort soll es weitere Maßnahmen zur Trockenlegung des Kellers geben. Ferner soll ein behindertengerechter Zugang geschaffen sowie das Dach der Einrichtung isoliert werden. Insgesamt 70000 Euro werden für die Maßnahmen an der Kita eingestellt. Ein weiteres Vorhaben ist der Bau einer Buswartehalle in Hindenburg.

Zu realisieren sind in diesem Jahr auch die bereits für 2013 geplanten Maßnahmen: Errichtung eines Radler-Rastplatzes mit Wendestelle in Schwarzholz und die Sanierung der Treppe zum Mehrzweckgebäude Hohenberg-Krusemark.

Ortsdurchfahrt Gethlingen in der Diskussion

In der Einwohnerfragestunde nutzte Alkje Fontes die Gelegenheit, einige Anfragen zur Gestaltung der Ortsdurchfahrt Gethlingen nach dem geplanten Bau der Ortsumgehung zu stellen. Die Gethlingerin schlug vor, dass nicht der Landesstraßenbaubetrieb die Straße sanieren, sondern die Gemeinde selbst die Ortsdurchfahrt gestalten könne, um mehr auf die Wünsche und Bedürfnisse der Einwohner eingehen zu können. Dazu könne sich ja die Gemeinde vom Land das dafür vorgesehene Geld auszahlen lassen.

Ratsmitglied Olaf Schmidt berichtete, dass er an einer Begehung vor Ort mit dem Landesbaubetrieb teilgenommen habe. Dabei sei es auch um die von einigen Einwohnern gewünschte Neugestaltung der Ortsdurchfahrt mit dem vorhandenen Natursteinpflaster gegangen. "Das Problem ist, dass in Gethlingen die gepflasterte Fahrbahn so in Mitleidenschaft gezogen ist, dass eine Sanierung die finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde überschreiten würde." Die Fahrbahn habe nicht einmal einen Unterbau, der den Erfordernissen der Zeit annähernd gerecht werde. "Der Landesbetrieb muss die Straße in einem ordnungsgemäßen Zustand an die Gemeinde übergeben. Das wird voraussichtlich 2015 geschehen. Ich denke, es wird darauf hinauslaufen, dass die Straße einen Asphalt-Überzug bekommt und die Seitenbereiche nebst Entwässerungssystem vernünftig gestaltet werden. Gethlingen hat dann eine Top-Straße, nur eben kein Natursteinpflaster."

Bürgermeister Kautz ergänzte, dass das vorhandene und mittlerweile zerfahrene Gehwegstück wohl zurückgebaut werde. Mit dem Bau der Ortsumgehung werde die Verkehrsbelastung in Gethlingen so gering sein, dass keine Gehwege notwendig seien.