Werben (apu) l Wie der Bürgermeister von Werben, Jochen Hufschmidt, am Dienstag den Stadtrat informierte, fand seitens der Verbandsgemeinde (VG) Arneburg-Goldbeck in den zurückliegenden Wochen sehr kurzfristig eine Überprüfung der Werbener Sporthalle statt. Laut Auskunft der VG habe es sich dabei um eine jährlich erforderliche sicherheitstechnische Prüfung von Sportstätten und -geräten gehandelt. Der Bitte Hufschmidts, dass bei dem Besichtigungstermin sinnvollerweise Mitglieder des Sportvereins anwesend sein sollten, da sie am besten Auskunft geben könnten, welche Geräte für den Schul- bzw. Kita-Sport und welche ausschließlich vom Verein genutzt würden, sei nicht entsprochen worden.

Bei der Kontrolle, bei der Hufschmidt zugegen war, seien Mängel an einer Reihe von Geräten festgestellt worden, die nicht den geforderten Bestimmungen entsprechen. Daraufhin sei angeordnet worden, die Sporthalle für die Nutzung durch die Schule und die Kindertagesstätte zu sperren - bis zur Behebung der Mängel.

Viele beanstandete Geräte wurden sofort repariert

"Ein Großteil der beanstandeten Geräte konnte durch unseren Stadtarbeiter problemlos und kurzfristig repariert werden. Bei einigen anderen war das nicht möglich. Außerdem wurde ein Fachmann zu Rate gezogen, der Vorschläge unterbreitete, wie mit den schwieriger zu reparierenden Geräten zu verfahren ist", berichtete der Bürgermeister weiter. In einigen Fällen ist eine kostengünstige Reparatur möglich; sehr wenige sind auszusortieren beziehungsweise auszutauschen.

Jochen Hufschmidt informierte, dass es zwischenzeitlich auch noch einen zweiten kurzfristig anberaumten Kontrolltermin gegeben habe. Er habe daran nicht teilnehmen können. Jedoch war es Ratsmitglied Hans-Dieter Görtzen möglich, der auch Mitglied des SV Rot-Weiß Werben ist, den Kontrolleuren über die Schulter zu schauen. "Ich habe zufällig davon erfahren", berichtete Görtzen. Mit dabei seien seitens der VG Bürgermeister Eike Trumpf und der Leiter des Eigenbetriebes, Kay Lindemann, gewesen. "Ich habe Herrn Trumpf gesagt, dass ich der Meinung bin, dass die Verwaltung mit dieser Maßnahme beabsichtigt, die Werbener Schule schlechtzumachen. Denn die angeblich jährliche Besichtigung der Sporthalle hat zuvor meines Wissens nicht stattgefunden. Dann müsste es Protokolle darüber geben", meint Görtzen.

Hufschmidt führte weiter aus, dass bei der Kontrolle auch Mängel an der Halle festgestellt worden seien. Zunächst habe das Gebäude deshalb für den Schul- und Kitasport gesperrt werden sollen. Aber schließlich habe sich die Lösung gefunden, nur bestimmte Bereiche der Halle von der Nutzung auszuschließen. Dazu gehöre unter anderem ein Treppenaufgang.

Halle bei kalter Witterung für Kinder nicht nutzbar

Ein weiteres Problem der Werbener Sporthalle kam im Zuge der Ratssitzung ebenfalls zur Sprache: Die Halle ist bei kalten Außentemperaturen zu kalt für die Nutzung durch Schüler und Kindergartenkinder. Hufschmidt: "Ich bin davon überzeugt, dass eine Sanierung der Sporthalle notwendig ist. Das betrifft insbesondere die Isolierung der Bauhülle und die Modernisierung der Heizung. Dazu sollten Förderprogramme genutzt werden. Und ich glaube, dass dies leichter wäre, wenn die Schule in Werben erhalten bliebe - und damit ihre Nutzung für den Schulsport."