Wanzer l Der Windmühlen- und Heimatverein Garbe steht mittlerweile für 13 Jahre aktives Wirken. 62 Mitglieder sind inzwischen registriert. Die meisten kamen am Wochenende zur Jahreshauptversammlung.

Nach dem Verlesen des Vorjahresprotokolls entschuldigte Jonny Buck den erkrankten Vereinsvorsitzenden Hartmut Neumann, um das mit Genesungswünschen zu verbinden und dann den Rechenschaftsbericht vorzutragen. Dies war für ihn relativ einfach, denn der Verein hat ein Informationsblatt, den "Hausbaum", in dem alle Veranstaltungen des Vereins gelistet und teils emotional ausgewertet sind, im Vorfeld jedem Mitglied zukommen lassen.

Besucher sogar aus Neuseeland

Erwähnt sind unter anderem die vielen Besucher der Bockwindmühle, der Kirche, des Backhauses sowie des Museums mit historischer Schulstube. Dabei kamen die Gäste nicht nur aus den umliegenden Schulen und Kindergärten, sondern auch aus den Niederlanden, der Schweiz, Österreich, Griechenland, Frankreich Tschechien und ganz Deutschland, schließlich sogar aus Kanada und Neuseeland. Dass dabei das Storchennest mit seinen vier Jungstieren an der Mühle ein besonderes Fotomotiv darstellte, versteht sich fast von selbst.

Zu den schon traditionellen Festivitäten zählten unter anderem der Mühlentag am Pfingstmontag, der Herbstmarkt und die Buchlesung mit altmärkischen Autoren. Zu einem richtigen Volksfest gestaltete sich auch die "Landpartie" mit Radio MDR. Vergessen sollen auch nicht die regelmäßigen 14-tägigen Backsonntage werden, die viele nicht mehr missen möchten. "Das einst verschlafene Wanzer hat sich durch den Verein zu einem Ort mit abwechslungsreichen Veranstaltungen gemausert", so ein Besucher.

Für dieses Jahr steht die Weiterführung des Anbaus am Vereinshaus auf der Agenda. Dort finden die vielen Bänke und Stühle für die Freilichtveranstaltungen ihren Platz. Wenn es die finanziellen Mittel des Vereins zulassen, wird darin ein fester Getränkeausschank etabliert. Auch die Dacheindeckung mit Biberschwänzen soll vorangebracht werden. Geplant sind zudem wieder Weiterbildungen für Mitglieder, bei denen sie die Berechtigung zum Bedienen der Mühle erwerben können. Bereits anberaumte Veranstaltungen mussten wegen fehlenden Windes ausfallen.

Verein schreibt schwarze Zahlen

Aus dem benachbarten Ort Aulosen brachte Rüdiger Kloth seitens des örtlichen Kulturvereins einen interessanten Vorschlag mit. Es wird angestrebt, die Streckenführung für Radwanderer zwischen Wanzer und Aulosen sicherer zu machen. Dazu könnte eine mechanische Zugseilfähre über den Schulsee in Aulosen wertvolle Hilfe leisten. Rüdiger Kloth erläuterte das Funktionsprinzip und nahm auch Stellung zu den relativ geringen Kosten bei der Realisierung. Nach ausgiebiger Diskussion sowie viel Für und Wider ergab ein gefasster Beschluss auf der Versammlung, dass sich der Wanzeraner Verein mit einer Stimmenthaltung an diesem Projekt beteiligen will.

Der von Heike Langwald gegebene Finanzbericht ergab, dass der Verein schwarze Zahlen schreibt. Eine Reserve für unvorhergesehene Ausgaben von 2000 Euro soll auch in Zukunft nicht angetastet werden. Der Vorschlag, mit den Vereinsmitgliedern im Frühjahr eine Schiffsfahrt auf der Elbe zu unternehmen, fand allgemeine Zustimmung.

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