Osterburg (igu) l Einheitsgemeinde-Wehrleiter Sven Engel äußerte auf der gestern Abend veranstalteten Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Osterburg den Wunsch nach der Sanierung des Daches des biesestädtischen Domizils. "Denn das Dach brökelt, bröselt und tropft an allen Ecken und Kanten. Durch das Warten wird der Sanierungsaufwand nicht geringer", sagt Engel und hofft, auch im Namen der Brandbekämpfer, dass die Hansestadt für das Vorhaben Mittel in den Etat einplant. Zuvor ging der Wehrchef auf die 21013er Statistik ein.

Insgesamt bewältigten die Kameraden der Osterburger Feuerwehr im Vorjahr 76 Einsätze und damit fünf mehr als im Vergleich zu 2012. Eine Vielzahl gingen im Juni über die Bühne. Denn das Hochwasser an der Elbe hielt die Blauröcke in Atem. "Am 8. Juni kam dann auch für die Feuerwehr Osterburg der Einsatzbefehl mit der Übernahme der Führung der Technischen Einsatzleitung in Büttnershof", blickte Engel in seinen Ausführungen auf den Beginn der dramatischen Tage zurück. Die Feuerwehren der Einheitsgemeinde wurden zugweise in das Einsatzgeschehen rund um Büttnershof eingebunden.

Kommunale Arbeitsplätze könnten Problem lösen

Die 76 Einsätze fächern sich in 40 technische Hilfeleistungen, 15 Brandeinsätze und 21 sonstige Einsätze auf. Dem Trend der Vorjahre entsprechend ist die Zahl der Brandeinsätze in etwa konstant, so Engel. Bedingt durch die Einsätze im Rahmen der Hochwasserkatastrophe stiegen die technischen Hilfeleistungseinsätze stark an. Zu den sonstigen zählt unter anderem das Einfangen eines Storches Anfang März in Osterburg.

"Zur Vorbereitung auf die oft schweren Einsätze mit vielfältigen Anforderungen erbringen die Kameraden große Opfer an ihrer Freizeit. Dies tun sie mit einer hohen Motivation und hohem Engagement, was oftmals über den normalen Dienst hinausgeht", lobte der Wehrleiter seine Mannschaft, die aus insgesamt 50 aktiven Mitgliedern, darunter neun Kameradinnen, und 14 Mitgliedern der Altersabteilung besteht. "Wenn wir zahlenmäßig auch die Mindeststärke an aktiven Mitgliedern haben, so ist doch während der Arbeitszeit die volle Einsatzbereitschaft in Zugstärke nicht ständig gesichert. Die Schaffung von beispielsweise kommunalen Arbeitsplätzen könnte dieses Problem mindern."

Mehr über die Jahreshauptversammlung in Kürze.