Krumke l Der Erfolgsgeschichte ihrer mehrjährigen Veranstaltungsreihe "Töne Tropfen" konnte Annegret Spillner am Freitagabend ein weiteres Blatt hinzufügen. Mit dem Engagement der polnischen Band "Que Passa" hatte sie wieder einen guten Griff getan. Das Publikum war von der Altersstruktur her gut gemischt; man sah neben Neueinsteigern auch viele Stammbesucher im Kavaliershaus.

Zusammenarbeit mit den Scorpions

Wie immer hielt die Wirtin zu den musikalischen Tönen einige gute Tropfen bereit. Vor dem Konzert konnte man ein leckeres Kartoffel-Lauch-Süppchen zu sich nehmen und herzhaftes Spinatbrot probieren.

Man traf Bekannte und hatte Gelegenheit zum Plausch - bis die Band auf der Bildfläche erschien und furios einsetzte. Es produzierten sich: Frontmann Jarosaw Dzie, akustische und Flamenco-Gitarre, vocal; Marcin Hilarowicz, akustische Gitarre; Jakub Mieta, Akkordeon; ukasz Adamczyk, Bassgitarre aowie Miroslaw Hady, Cajòn. Das Quintett spielte vor allem Kompositionen von Jaroslaw Dzien, aber auch Titel von internationalen Jazzklassikern wie Ch. Corea, J. McLaughlin, A. Piazzola, Acoustic Alchemy und anderen namhaften Komponisten dieses Genres.

Nicht zuletzt soll die Zusammenarbeit mit bekannten Musikern wie Pawe Mciwoda von den Scorpions, M. Gaayn vom Motion Trio und Tomas Sanchez (Percussion) ein gültiger Beweis für die hohe Qualität der Musik von "Que Passa" sein. Die Gruppe gab schon viele Konzerte in ihrem Heimatland, aber auch in anderen europäischen Ländern wie Spanien, Moldawien, Schweiz und natürlich Deutschland. Stammbesucher werden sich vielleicht erinnern: Im vorigen Jahr hatte der Frontmann Jarosaw Dzie als Gitarrist in der Band "Megitza" im Krumker Kavaliershaus seinen Einstand gegeben. Was man nun im Krumker Kavaliershaus zu sehen und zu hören bekam, war Virtuosität par excellence, vor allem von Mieta und Hady. Aber auch die anderen standen in der Beherrschung ihrer Instrumente den beiden nicht nach, was sich besonders bei den Gitarren-Soli zeigte. Schnell waren das Quintett und sein Publikum auf einer Wellenlänge.

Musik überwindet jede Sprachbarriere

Dass die "Konzertsprache", Jarosaw Dziéns Moderation, Englisch war, konnte den Kunstgenuss durchaus nicht schmälern, man sagt ja: Musik überwindet jede Sprachbarriere. Und zum Schluss: Was ist ein Konzert ohne Zugabe? Ein unvollendetes. Dazu kam es aber nicht.