Mit 54 Mitgliedern, darunter zwei juristischen Personen, blieb der Mitgliederbestand im Förderverein der St. Nikolaus-Kirche von Beuster konstant.

Beuster l Darauf machte Dr. Volker Stephan in seinem Bericht am Mittwochabend im Dorfgemeinschaftshaus bei der Jahresversammlung des Vereins aufmerksam. Der Verein sieht sich als gesellschaftliche Kraft im ländlichen Raum. Seine Tätigkeit strahlt auf das gesamte gesellschaftliche Leben im Ort als Teil der Hansestadt Seehausen in der Verbandsgemeinde Seehausen und darüber hinaus aus. In 13 Sitzungen war der Vorstand im Vorjahr stets beschlussfähig, wenn es vorwiegend um Finanzfragen, die Weiterführung von Sanierungsarbeiten und die kulturellen Veranstaltungen ging.

Hinsichtlich der Sanierungsarbeiten hat das Jahr 2013 besondere Herausforderungen an die Arbeit gestellt. Der Antrag auf Förderung der Sockelsanierung der Kirche wurde von der Lokalen Arbeitsgruppe (LAG) in die erste Priorität eingeordnet. Aber der Antrag auf den Einbau einer Horizontalsperre gegen aufsteigende Feuchtigkeit ins Mauerwerk bekam weder eine kirchenbauaufsichtliche noch eine denkmalrechtliche Genehmigung. So musste eine Neuorientierung erfolgen. Diese sah nach entsprechenden wissenschaftlichen Untersuchungen und Gutachten so aus, dass auch im Norden der Kirche eine Freistellung im Sockelbereich erfolgen muss, um ein Austrocknen des Mauerwerkes über einen Zeitraum von sechs Monaten zu gewährleisten.

Kultur: Besucherzahl ist angestiegen

Dass diese anstehenden Arbeiten innerhalb des ersten Bauabschnittes zügig innerhalb von drei Monaten abgewickelt wurden, ist ein großer Verdienst der Firma Dahlweg aus Pollitz. Auch der großzügigen Geste dieser Firma, die dem Verein einen Nachlass in Höhe von 10400 Euro vom Nettobetrag gewährte, sprach Stephan seinen großen Dank aus.

Zusätzlich zu diesen Baumaßnahmen ersetzte man noch im Dezember die provisorische Holztreppe auf dem Weg vom Pfarrhaus zur Kirche durch Granitstufen. Dies wurde nur möglich durch eine Zuwendung der Verbandsgemeinde Seehausen. Als wichtigen Beitrag sieht der Förderverein auch das Sammeln von Spenden. Hier wurden beispielsweise der Verkauf von Kalendern und literarischen Erzeugnissen, der Erwerb von Sternenpatenschaften oder die Einnahmen vom Weihnachtsmarkt genannt. Auch aus dem Kreise der Kirchenbesucher, die oft mit Fahrrädern anreisen, kommen Spenden. Mit 1717 Interessenten für das Bauwerk lagen die Zahlen zwar unter denen des Vorjahres, aber dies ist garantiert der Sperrung des Elberadweges während des Hochwassers 2013 geschuldet.

Dafür stiegen aber die Besucherzahlen bei den kulturellen Veranstaltungen wie Konzerten oder Ausstellungen. Die Kontakte zur Stiftung Preußisches Kulturerbe hält der Verein durch Friedrich Christoph von Saldern aus Werder erfolgreich aufrecht. Mitgliedschaften bestehen in der LAG "Mittlere Altmark" und dem Heimatbund/Kirchenbauvereine. Mit der Vorstellung des neuen Veranstaltungskalenders und dem Dank des Vorsitzenden an alle Personen und Institutionen, die dem Verein geholfen haben, nahm die langjährige Kassenwärtin Ursula Wilhelm das Wort. Sie bescheinigte dem Verein eine positive Finanzarbeit, die auch von den beiden Kassenprüfern Rüdiger Schwesig und Hanna Schwarzwald bestätigt wurden. "Es gibt keinen Grund zu Beanstandungen, sondern nur Bewunderung für Uschi", so ihr Kommentar.

Vorstand für vier Jahre gewählt

Nach zehnjähriger aktiver Arbeit im Vorstand steht die Kassenwärtin dem Vorstand nicht mehr zur Verfügung. Mit Blumen und Geschenken wurde sie aus dem Vorstand entlassen. Die darauf folgende geheime Vorstandswahl stand unter Leitung von Sabine Hiller. Gewählt wurde der erweiterte Vorstand für vier Jahre. Vorsitzender wurde erneut Volker Stephan. Sein Stellvertreter ist Detlef Schmidt. Schriftführer ist nun Veronika Benecke und als Kassenwart wurde Margret Reck gewählt. Der Pastor Roland Jourdan gehört automatisch laut Satzung dem Vorstand an. Aus dem Kreis von fünf Beisitzerkandidaten qualifizierten sich Friedrich Christoph von Saldern, Antje Spillner und Ronald Müller.

Roland Jourdan nahm anschließend die Mitglieder zu einer virtuellen Reise in die ewige Stadt Rom mit, wobei der Schwerpunkt auf den großen Stadtkirchen lag.

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