Seehausen(ama) l Zur Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Seehausen begrüßte Wehrleiter Enrico Schmidt am Freitagabend über 80 Teilnehmer. Darunter Gäste aus Osterburg und Arendsee sowie Kreisbrandmeister Ringhard Friedrich und den Verbandsgemeindebürgermeister Robert Reck.

Um es vorwegzunehmen: Auf die Kritik bezüglich der kleinen Dinge, die nicht immer umgesetzt werden wie zum Beispiel ein neuer Anstrich im Versammlungsraum, sagte Reck: "Ich habe Farbe versprochen; die Seehäuser können sich darauf verlassen." So wird die nächste Jahreshauptversammlung wohl im frisch gestrichenen Raum neben der Fahrzeughalle stattfinden.

Jetzt zog Schmidt noch zwischen angestaubten Wänden Bilanz: 87 Einsätze stehen 2013 zu Buche, 25 nachts, 62 tagsüber, davon 19 Brände. Anders ausgedrückt: 975 Kameraden kamen in 5412 Stunden zum Einsatz. Besonders hob der Wehrleiter den Wohnhausbrand am 20. Juli in Wendemark sowie die Gasexplosion in einem Wohnhaus nahe der B 189 am 2. August hervor. Aber auch bei Verkehrsunfällen halfen die Kameraden.

Die Einsatzübung in Beuster/Werder hatte im übrigen den Zweck, das Erreichen der Insel bei Hochwasser und die dortige Brandbekämpfung zu trainieren. Aus gutem Grund. Vom 5. bis 22. Juni fielen 23 Einsätze in die Rubrik Hochwasser. In den anderthalb Wochen waren Kameraden rund um die Uhr im Gerätehaus, sorgten unter anderem für Anlieferung und Koordination von Sandsäcken. Schmidts Dank galt noch einmal den freiwilligen Helfern für die kulinarische Versorgung. Nach der Schadensbegrenzung im eigenen Bereich unterstützten die Seehäuser die Kameraden in Fischbeck. "Ich persönlich bin der Meinung, dass man das Geld, das für die Fluthelfernadeln ausgegeben wurde, lieber den Hochwassergeschädgten hätte geben sollen", sprach der Wehrleiter Tacheles.

Zur Ausbildung: 35 Kameraden nahmen an verschiedenen Lehrgängen teil. Was den Personalbestand betrifft, stellte der Wehrleiter Folgendes fest: 94 Mitglieder, 51 davon im aktiven Dienst, darunter 7 Frauen, 9 Kameraden in der Alters- und Ehrenabteilung. Der Nachwuchs setzt sich aus 2 Kindern und 16 Jugendlichen zusammen. Die Wehr zählte 2013 vier Neuzugänge, aber vier Kameraden wurden auch verabschiedet.

In den meisten Einsatzsituationen konnte die Zugstärke gehalten werden. Allerdings gebe es schon jetzt Anzeichen dafür, dass dies nicht mehr auf Dauer gesichert werden könnte, machte Enrico Schmidt deutlich.

Die Seehäuser Feuerwehr unterstützte 2013 zahlreiche Veranstaltungen im Stadtgebiet, so wurde beispielsweise der Umzug des Karnevalsvereins am Tulpensonntag abgesichert. Mit dabei waren auch der Förderverein der Feuerwehr und das Oldieblasorchester.

Stichwort Orchester. Kai Trafnik trug als Leiter des Spielmannzuges der Feuerwehr ebenfalls mit einem Bericht zum Fazit von 2013 bei.

Der Spielmannzug hatte sich am 20. Dezember 2010 mit 15 Spielleuten gegründet. Trotz Rühren der Werbetrommel kamen die Kameraden auf nur 21 Mitglieder. Dank des Fördervereins und Spenden konnten die Spielleute Trommeln, Flöten, Becken und Lyra und eine Pauke anschaffen. Der erste offizielle Auftritt des Spielmannzuges fand am 30. April zum Maifeuer statt. Auch beim Jubiläum in Bretsch mischten die Seehäuser mit. Allerdings ging ihnen langsam das Material aus, neue Lieder mussten her. Die Übungsstunden wurden verdoppelt. Zum Abschlussfest der Kita Lindenpark im Sommer bekam die Truppe dann auch noch das Okay vom Förderverein für die Beschaffung von neuen Jacken und T-Shirts, um einheitlich aufzutreten. Auch 2014 sind Auftritte geplant, neue Mitglieder willkommen. Die müssen auch sonst gar nichts mit der Feuerwehr zu tun haben.

Für die Seehäuser Feuerwehr war 2013 der Bezug der Drehleiter DLA-K 23-12 die größte Neuanschaffung.

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