Die Neue Straße in Meseberg könnte als erstes Vorhaben auf der Prioritätenliste der Einheitsgemeinde abgearbeitet werden.

Osterburg l Nachdem die Prioritätenliste mit der von Gladigaus Ortsbürgermeister Matthias Müller vorgeschlagenen 60:40-Regelung den Stadtrat der Einheitsgemeinde passierte, unterbreitet die Verwaltung den Kommunalpolitikern nun den ersten Vorschlag: In den nächsten Ausschuss-Sitzungen steht die Neue Straße in Meseberg im Fokus. Diese könnte ihr jetziges Erscheinungsbild grundlegend ändern.

40 Prozent der jährlichen Investitionssumme der Einheitsgemeinde sollte dem Stadtrat zufolge auf den Dörfern verteilt werden. Meseberg könnte den Anfang machen, was auch Helga Beckmann erfreut. Die Ortsbürgermeisterin war überrascht, als sie von den Vorstellungen der Verwaltung um Einheitsgemeinde-Bürgermeister Nico Schulz erfuhr. Allerdings brachte die damalige Gemeinde in die 2009 geschlossene Ehe der Einheitsgemeinde keine unbedeutende Summe sozusagen als Mitgift mit ein. Deshalb ist es ihrer Meinung gerechtfertigt, wenn der Ort mit einem geplanten Vorhaben aufgewertet wird. Die Ortsbürgermeisterin erinnert sich, dass 178000 Euro vom Konto der damaligen Gemeinde auf das Konto der Einheitsgemeinde wechselten.

Bereits der Meseberger Gemeinderat hob 2008/09 die Neue Straße im Ort auf dessen Prioritätenliste nach ganz oben. Der Wunsch des Rates spiegelt sich aktuell auch auf der neu beschlossenen Liste der Einheitsgemeinde Osterburg wider. Nico Schulz macht jedoch deutlich, dass in diesem Jahr zunächst nur Gelder für die Planung des Ausbaus der Neuen Straße im Haushalt eingestellt sind. Voraussetzung: Der Stadtrat erteilt grünes Licht.

Die Neue Straße, die kurz nach dem Ortseingangsschild aus Richtung Osterburg kommend rechterhand ihren Anfang nimmt und sich circa 500 Meter bis nahe an die Kirche schlängelt, soll sich wandeln.

Beitragssatzung könnte Freude trüben

Ob allerdings alle Meseberger Anwohner der Maßnahme freudig gegenüberstehen, zweifelt die Ortsbürgermeisterin aufgrund der mit der Baumaßnahme in Verbindung stehenden Belastungen an. Während die zum Bau gehörende Unordnung sicherlich vom Großteil akzeptiert wird, könnte der finanzielle Anteil die Freude über die dann neuen Bedingungen erstmal etwas trüben, denkt Helga Beckmann. "Das werden bestimmt auch harte Diskussionen im Ort." Mit der Ausbaubeitragssatzung werden die Anwohner an dem Ausbau beteiligt. Die Ortsbürgermeisterin würde sich jedoch über das aufgewertete Bild Mesebergs freuen. Wie sicherlich die meisten Einwohner. Denn die Straße, die nach Informationen 1934 gebaut wurde, hat mit ihrem Kopfsteinpflaster einen Ausbau nötig. Beckmann könne es nicht nachvollziehen, wenn immer gesagt wird "Es passiert nichts". Und wenn etwas in die Wege geleitet wird, trotzdem negative Stimmung verbreitet werde. Aber so weit ist es in Meseberg (noch) nicht.

Die Mitglieder des Bauausschusses sind die ersten, die die Thematik am kommenden Montag unter die Lupe nehmen und sich positionieren sollen.