Der Zirkus Probst, der in der Region gastiert, kann Osterburg nicht berücksichtigen. Trotzdem kommt das Zirkus-Team den Osterburgern entgegen.

Osterburg/Wittenberge l Die schlechte Nachricht zuerst: Zirkus Probst kommt in diesem Jahr nicht nach Osterburg. Und jetzt die gute Nachricht: Der Geschäftsführer sicherte allen Osterburgern gegen Vorlage des Personalausweises eine Ermäßigung von 5 Euro pro Besucher in Wittenberge zu.

"Wir sind an die großen Städte gebunden, wie Schwerin, Rostock und Lübeck und können es diesmal zeitlich nicht vereinbaren. Deshalb musste ich das Gastspiel in Osterburg absagen", erklärte Geschäftsführer Andreas Bleßmann in Stendal gegenüber der Volksstimme. Bürgermeister Nico Schulz rief zurück und beriet mit ihm, ob nicht doch ein Besuch der Hansestadt möglich wäre. Doch einen 200 Kilometer Umweg kann sich der Zirkus nicht leisten, betonte Bleßmann. Darum wird im Herbst auch nichts draus. Genausowenig wie Osterburg konnte Probst in Gardelegen halten.

Flüge und Sprünge am Hochreck

Für 2016 ist ein Gastspiel in Osterburg mit Nico Schulz ganz fest ausgehandelt, versicherte der Geschäftsführer. Um den Osterburgern entgegenzukommen, sagte er: "Allen Osterburgern, die in Wittenberge ihren Personalausweis vorlegen, bekommen pro Karte fünf Euro Ermäßigung. Die Kinder sind abends ja ohnehin frei. So werden die Eltern wenigstens beim Spritgeld entlastet."

Zur Show: Rasant gleich die erste Nummer. Alexandra Probst, die Tochter von Mercedes Probst und Andreas Bleßmann, macht auf Ungarische Post und longiert nebenher noch sechs weitere andalusische Hengste unter ihren Beinen hindurch. Das ist vielleicht ein Auftakt! Mit einer lustigen Bootstour und ihren Pudeln punktet im Anschluss Christina Probst, bevor Clown Pom Pom "Fang das Licht" spielt. Dann tänzelt Alexandras Schwester Jessika über das Seil, fährt darauf Einrad und jongliert. Später wird sie sich in ein Tuch gewickelt ohne Sicherheitsseil von der Zirkuskuppel herunterfallen lassen. Die "Faszination des Orients" ist Rüdiger Probst und seiner Frau Christina vorbehalten. An der Seite der Kamele und Lamas beeindrucken Steppen-Zebras, Wattussi-Rinder und Elenantilopen. Am Hochreck zeigen die Fedorovis aus Kiew Flüge und Sprünge, die an Spiderman erinnern. Gerade wegen ihrer Schnelligkeit und ihres Rhythmusgefühls.

Traditionell rücken nach der Pause die Tiger in den Mittelpunkt. Rüdiger Probst zeigt, dass er seine Wildkatzen sogar kitzeln kann. In 1,47 Minuten ist dann alles wieder abgebaut. Alexandra Probst beweist, dass sie sich im Hiphop-Outfit mit Ponys und Ziegen eine witzige Dressurnummer ausgedacht hat. "Mir gefallen ja immer die Artisten am besten", schwärmte Monika Knappe, die mit ihrem Mann und ihren Enkeln aus Goldbeck gekommen war. "Ich finde es jedes Mal schön."

Der Zirkus gastiert am 23. und 24. April in Wittenberge. Die Vorstellungen beginnen um 15 und 18.30 Uhr.

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