Ab kommenden Montag macht sich der Stendaler Künstler Michael Braune ans Werk, um seine Handschrift auch in Osterburg zu hinterlassen. Er wird die frischsanierte Giebelwand des Monsatorgebäudes verzieren - mit dem Stadttor.

Osterburg l Ein Wunsch nicht nur des Osterburger Ortsbürgermeisters Klaus-Peter Gose, der die Diskussion vor vier Jahren entfachte, geht in Erfüllung. Mit Unterstützung des Ortschaftsrates, des Bürgermeisters Nico Schulz, der Architekten, der Gerüstbau-Firma und nicht zuletzt aller Sponsoren wird mit dem Projekt der Giebelwand-Gestaltung gestartet. "Wir sind froh, dass wir Michael Braune für dieses Vorhaben gewinnen konnten", sagte Klaus-Peter Gose gestern im Beisein des Künstlers, seines Stellvertreters Wolfgang Tramp und von Andrè Manecke. Letztgenannter kam als Volksbank-Marktbereichsleiter nicht mit leeren Händen und übergab einen symbolischen Scheck in Höhe von 1000 Euro an den Ortsbürgermeister. Damit steht der künstlerischen Arbeit nichts mehr im Weg: Die Kosten von 6500 Euro werden durch Sponsoring gedeckt.

Das prägnante Gebäude am nördlichen Ende der Breiten Straße, das laut Gose nach der Sanierung ein schickes Aussehen erhalten hat, wird weiterhin mit einem Graffiti-Werk aufgewertet. "Von oben nach unten wird das Bild erst einmal vorskizziert", gibt der 37-Jährige, der seit 1992 großflächige Arbeiten dieser Art ausführt und seit vielen Jahren als Diplom-Designer unterwegs ist, Auskunft über seine erste Tätigkeit.

Echter Hingucker in der Breiten Straße

"Das sieht dann alles erst einmal chaotisch aus", gibt der Stendaler zu. Erst anschließend kommt der Acryl-Lack zum Einsatz. "Jedes Projekt stellt für mich eine Herausforderung dar", so Braune, der offen lässt, wann er mit dem Kunstwerk, das das Osterburger Stadttor darstellen soll, fertig ist. Auf dem rund elf Meter hohen Graffiti findet sich das Wappen der Biesestadt wieder. Mit einem startenden Adler.

Zum Stadt- und Spargelfest (9. bis 11. Mai) wird der Betrachter auf alle Fälle "schon eine Menge sehen können". Die Vorfreude auf das Ergebnis war Gose und Tramp gestern anzumerken. Der Ortsbürgermeister ist sich sicher, mit dem Projekt "einen echten Hingucker" zu bekommen. Der Künstler selbst sprach zwar von einer intensiven Vorbereitungszeit ("Ich war deswegen sehr oft in Osterburg"), aber auch von idealen Voraussetzungen. Er dankte dem Ortschaftsrat für das Vertrauen; zudem sprach er von einer tollen Zusammenarbeit mit den beiden Architekten, die sehr viel Weitsichtigkeit bewiesen hätten. "Ich hoffe, ich kann die in mich gesetzten Erwartungen erfüllen", sagte Braune - Gose und Tramp sind sich da sicher.

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