Stendal/Osterburg (rfr) l Um für Einsätze bei Bahnunfällen fit zu sein, ist bei den betroffenen Feuerwehren regelmäßiges Training erforderlich, um sich die Besonderheiten auf und an den Gleisen immer wieder in Erinnerung zu rufen.

So geschehen bei einer gemeinsamen Übung der Blauröcke aus Osterburg und Seehausen in Stendal, bei der am vergangenen Mittwoch der Austritt von flüssigen oder gasförmigen Produkten aus Kesselwaggons im Mittelpunkt stand. Für die realitätsnahe Ausbildung, so Osterburgs Stadtwehrleiter Sven Engel, hält die Deutschen Bahn AG einen speziellen Gefahrgutübungszug vor, der für zwei Tage in der Rolandstadt stand.

Bei ihrem simulierten Einsatz übten die Kameraden der Feuerwehren Osterburg und Seehausen, die natürlich die entsprechenden Schutzanzüge anlegen mussten, gemeinsam das Abdichten von Lecks an Kesselwagen mit pneumatischen Kissen beziehungsweise das Abdichten von Anschlussflanschen. Alles in allem war das eine schweißtreibende und anstrengende Arbeit bei frühsommerlichen Temperaturen, schätzte Engel ein, der sich mit seinen Kollegen auf die materiell-technische Unterstützung durch die Feuerwehr Technische Zentrale und die Feuerwehr Stendal verlassen konnte.

Die Übung dauerte laut Mitteilung rund drei Stunden. An der Ausbildung waren 22 Einsatzkräfte beteiligt. Die Versorgung der Kameraden vor Ort erfolgte durch den Förderverein der Feuerwehr Osterburg.