Bürgermeister Nico Schulz und Anette Bütow sowie Danuta Ahrends aus der Stadt- und Kreisbibliothek lüfteten gestern den Schleier um den Promi-Autor der kommenden Osterburger Literaturtage. Dabei handelt es sich um Wladimir Kaminer.

Osterburg l Seine Bücher erfreuen sich in der Osterburger Bibliothek einer sehr großen Nachfrage, im Herbst kommt Schriftsteller Wladimir Kaminer persönlich in die Biesestadt. Zu den Literaturtagen, Kaminer wird am 14. Oktober im Saal des Verwaltungsbäudes lesen, kündigte Bibliothekschefin Anette Bütow an.

Der gebürtige Russe Wladimir Kaminer, vor 47 Jahren in Moskau geboren und seit 1990 in Berlin zu Hause, wurde vor allem durch "Russendisko" bekannt. In dieser 2000 veröffentlichten und zwischenzeitlich verfilmten Erzählsammlung schildert er, wie er nach Berlin kam und mit anderen Einwanderer versuchte, dort Fuß zu fassen. Bei seiner Lesung in Osterburg will sich Kaminer aber einem anderen Werk widmen. "Es gab keinen Sex im Sozialismus" lautet der Titel seines Buchs, in dem er mit ironischem Augenzwinkern aus der Sowjetunion berichtet: vom Kauf eines Neuwagens über die lebensgefährlichen Feiern am Tag der Kosmonauten bis hin zur täglichen Schnäppchenjagd.

Wer bei der Lesung des Wahl-Berliners in Osterburg dabei sein möchte, kann sich die Tickets frühzeitig sichern. Vorbestellungen nimmt die Osterburger Verwaltung bereits ab dem kommenden Montag, 5. Mai, unter Tel. 03937/4926 entgegen.