Klappe, die zweite! Nach dem Trubel zu Himmelfahrt hatte das Café "Anne Elbe" in Wahrenberg am Sonntag schon wieder Grund zum Feiern. Am Kindertag stand bei Organisatorin Anne Zinke natürlich der Nachwuchs im Mittelpunkt.

Wahrenberg l Christa Welte-Jörn aus Putlitz hatte Naturseifen im Gepäck, die Kinder mit Lavendel und Duftölen zu Kugeln formen konnten. Vorher wurden die Seifenstücke durch den Fleischwolf gedreht. So roch die Masse nicht nur gut, sondern ließ sich auch viel leichter formen.

Lasse Krebber probte indessen für seinen Auftritt als Workshop-Leiter. Das Spiel Poi erfordert nämlich sehr viel Geschick. Für die Fachfremden erklärte der 15-Jährige, wie es funktioniert: "In ein Paar (heile) Socken kommen Wasserbomben. Das ist schön weich und macht auch beim Jonglieren Spaß. Man muss nur aufpassen, dass sie nicht kaputt gehen." Der Experte fand vor zwei Jahren Gefallen an dem Spiel und guckte es sich von einem Freund ab. Mit Feuer wirbelt er inzwischen ebenfalls gern rhythmisch durch die Luft.

Kirschmarmelade und Holundergelee

Jonas Hiller hatte währenddessen seinen Marmeladenstand aufgebaut. "Die mit Kirsche hat Mama gemacht, die anderen ich", erzählte er und pries fachmännisch das frisch eingekochte Holundergelee an.

Alda Zinke steht mit der Natur ebenfalls auf gutem Fuß. Sie lud zum Wildkräuterquiz und verriet, welche Kräuter essbar sind, zum Beispiel grüne und rote Melde. Auf der grünen befinden sich Farbpigmente wie Pulver, die sich logischerweise zum Färben, das heißt, Schminken, eignen.

"Die wenigsten wissen, dass man aus dem jungen Löwenzahn auch leckeren Salat zubereiten kann", so Alda weiter. Und: "Löwenzahnsaft hilft übrigens auch gegen Warzen."

Wer Appetit bekam, war im Café an der richtigen Adresse. Nudeln mit Tomatensoße und Milchkreis kamen auf den Tisch bei Anne Zinke.

In ihrem Café machte eine Spendenbox für das Theatersommercamp Werbung, das vom 26. Juli bis 2. August zum dritten Mal an der Elbe stattfindet. Die Theaterpädagogin und Ergotherapeutin Claudia Stricker inszeniert mit Kindern und Jugendlichen ein Theaterstück auf der Grundlage von "Der Zauberer von Oz".

Organisatoren sind auf Spenden angewiesen

Am 2. August wird das Stück aufgeführt. "Wir haben schon viele Teilnehmer", berichtete Zinke, "allerdings wünschen wir uns Spenden, um die ehrenamtliche Kulturarbeit zu honorieren." Norbert Krebber vom Verein Vitos hakte bei den Finanzen ein: "In diesem Jahr konnte ich das Projekt noch hier halten, aber die Pädagogin hat Fördermittel in Brandenburg zugesagt bekommen, die hier für Kinder- und Jugendarbeit fehlen."

 

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