Borstel. Eine der beliebtesten und am längsten ausgestrahlten MDR-Fernsehtierserien ist "Tierisch, tierisch". Am 4. Januar 1994 wurden die Aufnahmen für die erste Sendung im Stendaler Tierheim in Borstel gedreht. Seither waren Kamerateams immer wieder zu Gast. Und auch in diesen Tagen geriet der Tagesverlauf im größten Tierheim Sachsen-Anhalts wieder ein wenig durcheinander, denn erneut weilte ein Fernsehteam in der Einrichtung, um die inzwischen 711. Folge von "Tierisch, tierisch" zu drehen.

Am Anfang der Woche beschäftigten sich die Fernsehleute mit Tieren, die ein besonderes Schicksal durchlebt haben und deshalb in der Fernsehreihe vorgestellt werden. Das sind diesmal die Katzenmutter Smoof und deren Tochter Smaty, die als Pensionstiere aufgenommen und vom Besitzer nicht wieder abgeholt wurden. Über den kleinen Hund Bingo erfährt man, dass er ein betrübliches Dasein auf einem unzumutbaren Hofgelände fristete.

Im Hauptteil der Sendung präsentieren sich zwei weitere Katzen in ihrer Umgebung und sieben überwiegend große Mischlingshunde wie Ferris, Capo, Hexe und andere mehr vor laufender Kamera, um Sprünge, Spiel- oder Gehorsamkeitsverhalten zu zeigen.

Nicht alles klappte auf Anhieb und nach den Wünschen der Kameramänner und Tontechniker, so dass unter Einsatz von Leckerbissen, lobenden Worten, Streichel- einheiten und Tricks einige Passagen wiederholt werden mussten.

Zum Abschluss der Dreh- arbeiten lud die Sängerin und Moderatorin Uta Bresan die Tierpfleger, Paten und Absolventen des ökologischen Jahres, die die tierischen Fotomodelle betreuten, auf die Bank zu Gesprächen ein, um über Alter und Besonderheiten der Vierbeiner, ihre Verhaltensweisen sowie Beziehungen zu Menschen und Artgenossen zu sprechen.

Am Mittwoch, 2. Februar, um 19.50 Uhr werden die Tiere im MDR-Fernsehen vorgestellt, in der Hoffnung, möglichst schnell ein neues Zuhause für sie zu finden. Und am 5. Februar wird der Sender das Vermittlungsergebnis zeigen.