Eine Rennfahrerweisheit unter Halbstarken besagt: Wer bremst, hat Angst. Wie komplex das Thema in Wirklichkeit ist, erfuhren die Fünftklässler der Gemeinschaftsschule Seehausen gestern bei einem Verkehrssicherheitstag.

Seehausen l Nachdem das Fahrradfahren in der Grundschule reichlich trainiert wurde, nähern sich in der Sekundar- und Gemeinschaftsschule Seehausen schon die Mädchen und Jungen der fünften Klasse dem Thema Autofahren, insbesondere der Sicherheit beim Bremsen.

Marcus Bergmann, Moderator beim ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt ist in seiner Mission fast schon Stammgast in Seehausen und vermittelte den Schülern auch gestern in der Diesterwegsiedlung in Theorie und Praxis, wie sich der Anhalteweg aus Reaktions- und Bremsweg zusammensetzt und in welcher Gefahr sich die Leute außerhalb, aber vor allem nicht richtig oder gar nicht angeschnallt innerhalb des Autos befinden. Letzteres durften die Kinder zusammen mit dem Pädagogen sozusagen am eigenen Leib bei einer Vollbremsung aus einer Geschwindigkeit von 30 Kilometern pro Stunde miterleben.

Unter 150 Zentimeter auf den Kindersitz

Dabei rief Bergmann einigen seiner Insassen in Erinnerung, dass die Straßenverkehrsordnung bei Mitfahrern unter zwölf Jahren und unter einer Köpergröße von 150 Zentimetern ganz klar den "uncoolen" Kindersitz vorschreibt.

In der Diesterwegsiedlung sind die Verkehrsexperten seit Jahren Stammgäste. Die verkehrsberuhigte Zone ist abseits gelegen, eine Sackgasse, und die Anwohner haben nichts gegen die jährlichen Aktionstage, hieß es am Rande.