Osterburg l "Ihr habt es tatsächlich geschafft", sagte der stellvertretende Leiter der Osterburger Sekundarschule "Karl Marx", Thomas Richter, am Freitagabend mit Blick auf die künftigen Ex-Schüler und in Erinnerung an den Prüfungsstress der vergangenen Wochen. "Ihr habt die letzte Hürde mit Bravour genommen", fügte er in der Aula der sanierten Bildungseinrichtung vor den Absolventen sowie deren Eltern und Verwandten an.

Ehrung für die Besten

Richter, Klassen- sowie Fachlehrer, die Angehörigen und natürlich die jungen Leute selbst haben allen Grund, sich zu freuen. Dass fast die Hälfte der 35 Zehntklässler den erweiteren Realschulabschluss schaffte, der Tür und Tor für die gymnasiale Oberstufe und später vielleicht zu Fachschulen oder Universitäten öffnet, ist Beleg für den guten Jahrgang.

Die besten, ehrgeizigsten, engagiertesten und hilfsbereitesten Schüler mussten nach der Übergabe der Abschlusszeugnisse ein zweites Mal nach vor, um ihr Auszeichnung von der Stadt oder vom Förderverein der Schule in Empfang zu nehmen.

Für die Kommune zeigte der Stadtratsvorsitzende Matthias Köberle Flagge. In einer unterhaltsamen Rede hatte er zuvor die Jugendlichen auf den neuen Lebensabschnitt an der nächsten Schul- oder Lehrbank eingeschworen, ihnen geraten, sich kein X für ein U vormachen zu lassen, aus Niederlagen Stärke zu gewinnen und dankbar gegenüber Eltern oder Lehrern zu sein.

Einstündiger Festakt

Bemerkenswert an dem gut einstündigen Festakt ist ohne Zweifel auch der kulturelle Teil. Gundula Sommerfeld hat offenbar nicht nur ein Händchen für den Schulchor, in dessen Reihen es nach der Zeugnissübergabe einige Löcher zu stopfen gilt. Sie hat auch einen Blick beziehungsweise Gehör für das Potenzial von Solosängern, die in Zukunft sicher noch öfter auf sich aufmerksam machen dürften. Dagegen ist Tabiha Harzer fast schon ein alter Hase. Sie begleitet den Festakt routiniert, diskret pointiert und makellos am Flügel.

   

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